10.Landeskongress - Umweltministerin Conrad: ´Wer für die Agenda 21 arbeitet, gestaltet eine nachhaltige Zukunft mit´

10.Landeskongress - Umweltministerin Conrad: ´Wer für die Agenda 21 arbeitet, gestaltet eine nachhaltige Zukunft mit´
Mit einem bundesweit vorbildlichen Projekt, dem neuen Agenda 21-Programm, geht Rheinland-Pfalz in das zweite Jahrzehnt seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Ziel ist die Erhaltung der Zukunftsfähigkeit und Lebensqualität des Landes. Beim 10. Landeskongress Lokale Agenda 21, veranstaltet von der Landeszentrale für Umweltaufklärung in Kaiserslautern, zeigte Umweltministerin Margit Conrad auf, wie der Agenda-Prozess im Land weiter entwickelt werden kann.
Die Pioniere, die vor 10 Jahren mit dem Thema Lokale Agenda 21 an die Öffentlichkeit gingen, wurden oft belächelt, aber die Qualität ihrer Argumente hat dafür gesorgt, dass heute jeder Bürgermeister und jede Bürgermeisterin weiß, was Nachhaltige Entwicklung ist und wie sie konkret werden kann. Entscheidend für diese Erfolgsgeschichte war, dass den Menschen die Zukunft ihrer Heimatgemeinden nicht gleichgültig ist´, stellte Umweltministerin Margit Conrad fest. Die Idee der Lokalen Agenda 21 biete einen idealen Handlungsrahmen, um gemeinsam an Zukunftsstrategien zu arbeiten. Ein Beispiel stelle hier das Solarstadt-Konzept von Kaiserslautern dar.
Jeder zehnte Lokale Agenda 21 Prozess in Deutschland kommt aus Rheinland-Pfalz. In weit über 100 kommunalen Gebietskörperschaften wurden Agenda 21 Beschlüsse gefasst; die Zahl der Initiativen ist noch viel größer. Die Landesregierung unterstützt die Kommunen 2005/2006 bei der Umsetzung der Lokalen Agenda 21 mit 1,35 Millionen Euro.
Die Zukunft des Agenda-Prozesses beschreibt die kürzlich vorgelegte Nachhaltigkeitsstrategie ´Perspektiven für Rheinland-Pfalz´. Nicht nur Umwelt-betonte Aktivitäten dominieren diese Strategie, sondern alle Felder von Sozial-, Wissenschafts-, Bildungs- oder Kulturpolitik tragen dazu bei. ´Wichtigste Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung sind neben der Schaffung von Arbeitsplätzen, der demografische Wandel mit seinen sozialen, ökonomischen und regionalen Auswirkungen sowie der Klimawandel und die weltweite Verknappung der Ressourcen´, stellt Umweltministerin Conrad fest.
Zur Erstellung des Berichts wurden erstmals 50 gesellschaftliche Gruppen aus Wirtschaft, Ökologie und sozial-kulturellem Bereich zur Mitwirkung eingeladen und in den Dialog eingebunden. Conrad: ´Das aktuelle Agenda 21-Programm wurde so auf eine neue Basis gestellt. Weil wir es ernst meinen und den Worten Taten folgen müssen, haben wir für 22 Handlungsfelder Indikatoren entwickelt, mit denen wir messen können, wo wir wirklich vorankommen und wo nicht. Mit diesem auf Indikatoren gestützten Aktions-Programm gehört Rheinland-Pfalz zu den Vorreitern in Deutschland.´ So werden zum Beispiel 12 rheinland-pfälzische Kommunen in regionalem Stoffstrommanagement geschult und beraten. Ziel ist insbesondere die Schaffung eines regionalen Mehrwerts durch die Aktivierung lokaler Potenziale. Die Projekte reichen dabei von der Konzeptionierung von Nahwärmenetzen, über die Planung von Photovoltaikanlagen bis hin zu Konzepten zur alternativen Verwertung von Klärschlämmen.
Kommunale Partner, das Engagement der Bürgerinnen und Bürgern sowie Akteure der Kultur- oder Umweltverbände werden eingebunden und unterstützt Mit den Perspektiven für Rheinland-Pfalz wird ein gemeinsamer Prozess angestoßen; der die Grundlage für eine weitere Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie darstellt.
´Wir brauchen für die Zukunft mehr denn je Menschen, die in der Lage sind vernetzt zu denken. Die Beteiligung fördert Kompetenzen. Die Agenda 21 bietet hier das richtige Umfeld. Vor allem kommt es darauf an, die Entscheidungsträger der Zukunft, unsere Kinder, gut auf ihre Rolle vorzubereiten´, sagte Conrad.

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Quelle: Meldung von Ministerium für Umwelt und Forsten - Rheinlandpfalz