220.000 Menschen demonstrierten für eine sozialere Politik

220.000 Menschen demonstrierten für eine sozialere Politik

© IG BAU
Frankfurt 21.10.2006 Mehr als 200.000 Menschen sind bundesweit dem Aufruf der Gewerkschaften gefolgt und haben gegen Sozialabbau demonstriert. Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Klaus Wiesehügel rief die Regierung auf, Armut und gesellschaftliche Ausgrenzung zu bekämpfen.„Wir brauchen Mindestlöhne, einen ehrlichen zweiten Arbeitsmarkt und wirksame Maßnahmen gegen die Ausbildungsmisere“ sagte der IG BAU-Vorsitzende auf der Kundgebung in Frankfurt anlässlich des bundesweiten Aktionstags des Deutschen Gewerkschaftsbunds.
Durch die geplante Kopfpauschale in der Gesundheitsreform, die Rente mit 67, Mehrwertsteuererhöhung oder die Verschärfung von Hartz IV würde das Armuts- und Ausgrenzungsproblem immer schlimmer. Leidtragende seien in zunehmendem Maße die Kinder.
Eine echte Gesundheitsreform müsse dafür sorgen, dass die Einnahmebasis langfristig stabilisiert wird. Bei der Rentenreform könnte das bisherige Rentenalter mit fairen und nachhaltigen Reformen beibehalten werden. Die derzeitigen Pläne seien nichts anderes als eine Rentenkürzung.
„Funktionsfähige Sozialversicherungen sind das Herzstück des Sozialstaats. Dafür haben Gewerkschaften seit ihrer Gründung gekämpft. Diese Errungenschaft wollen wir verteidigen“ sagte Klaus Wiesehügel „Reformen, das geht besser aber nicht allein.“
Demonstriert wurde in Frankfurt, Dortmund, Stuttgart, München und Berlin.
Rückfragen bitte an Sigrun Heil, 0171/5316472.