Die ganze Welt des Parkett – Teil 1

Parkett kennt man aus Schlössern oder anderen, manchmal jahrhundertealten Gebäuden. Und doch sieht es dort oft immer noch attraktiv und farbintensiv aus. Seit dem Mittelalter sind Holzfußböden in Europa bekannt. Ca.13. Jahrhundert wurden noch naturbelassene Bohlen nebeneinander gelegt und gehobelte Dielen aus Weichhölzern wie Tanne und Fichte aufgelegt. Später wurde die Oberflächenbeschaffenheit immer wichtiger und so entstand daraus der heutige, eher repräsentative Holzboden.

Parkett ist ein an Strapazierfähigkeit und Hochwertigkeit kaum zu übertreffender Fußbodenbelag. In der Regel kann es mehrfach renoviert und abgeschliffen werden. Es ist ein sehr dauerhafter Fußbodenbelag. Im Vergleich zu anderen Bodenbelägen im Wohnbereich gilt Parkett auf die Nutzungsdauer von 30 Jahren gerechnet ( und das ist noch kurz) als der wirtschaftlichste.

Parkett wird aus kleinen Holzstücken zusammengesetzt und es handelt sich oft um Laubbaumhartholz. Beliebte und traditionell genutzte Hölzer sind z.B. Ahorn, Buche, Eiche (hell und dunkel), Birke, Nussbaum, Palisander, Mahagoni oder das sehr dunkle Wenge. Es gibt jedoch noch viele weitere Holzarten.
Es muss immer so zusammengesetzt sein, dass die Holzfaser horizontal liegt. Holzarten, bei denen die Holzfaser vertikal liegt (wo auch Jahresringe sichtbar sind) wird als „Holzpflaster“ bezeichnet.
Parkett benötigt wegen des Aufbaus aus einzelnen Holzstücken einen tragfähigen Untergrund ( im Gegensatz z.B. zum Dielenboden). Der Härtegrad von Parkettböden wird in „Brinell“ angegeben.
Eine seit Jahren beliebte, billigere Nachahmung von Parkett ist Laminat. Dort wird die Holzstruktur durch eine Dekorfolie auf Schichtpressstoff nachgebildet. In Qualität und Lebensdauer ist der Parkettbelag aber deutlich besser.
Durch eine Eigenschaft von Holz, die Hygroskopie, wirkt ein Parkettboden raumklimaregulierend und bindet Feuchtigkeit sehr gut. Durch die geschlossene Flächenstruktur ist er sehr hygienisch und leicht zu reinigen.

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