Verschiedene Arten von Dachdeckung

tonziegel und metallziegeltonziegel und metallziegelDas älteste bekannte Eindeckmaterial für Dächer von festen Häusern sind aus Lehm gebrannte Tonziegel. Schon in Ausgrabungen von Siedlungen die 4000 Jahre alt sind wurden Reste in ähnlicher Form wie heute üblich gefunden.
Im Werk wird auch heute noch der Rohstoff Ton aufbereitet, gepresst, geformt und anschließend getrocktnet. Unterschiede bestehen in Farbe, Oberflächenbehandlung und natürlich in der Verfalzung.
Je nach Herkunft hat der Ton verschiedene Farbtöne und Oberflächenstrukturen.
Farben sind gelblich-rot, rot bis hin zu dunkelrot. Mineralien, die in den Erdschichten vorhanden sind, können die Farbe ebenfalls ändern und ihr einen bestimmten Touch geben.
Engobierten Dachziegeln wird vor dem Brand eine die Farbe ändernde und die Oberflächenbeschaffenheit verändernde Tonschlämme beigefügt. So sind sie nach dem Brennen resistent gegen Einflüsse von UV-Strahlung, chemischen Einflüssen aus der Luft und sauren Regen.
Dagegen bestehen Betondachsteine aus einer Mischung aus quarzhaltigem Sand und Portlandzement. Dies wird verdichtet, in einem langen Strang in Profil gebracht und dann zu Förmlingen geschnitten. Zum Schluss werden Sie zum Schutz feuerglasiert.
Der Naturstein Schiefer wird ebenfalls in vielen Regionen verwendet. Aufgrund ihrer Haltbarkeit und Langlebigkeit besitzen sie auch ihren Preis.
Die wohl natürlichste Art der Dacheindeckung ist Reet und Stroh. Besonders in den nördlichen Regionen und Ländern kennt man dieses Material, welches den Häusern einen typischen und naturnahen Stil verleiht.
Entgegen einigen Meinungen können diese natürlichen Materialien durchaus bis zu zwei Generationenlang unbeschadet das Haus abdecken. Sie zählen zu den sogenannten Weichbedachungen. Eine Eindeckung ist genehmigungspflichtig und hier gelten besondere Bestimmungen hinsichtlich Brandschutz und Versicherung.