Zum Schutz von Wertsachen, Waffen oder anderen Gegenständen wurden sichere Behältnisse schon von jeher benutzt. Ob eisenbeschlagene Holztruhen, Metallbehältnisse oder, eher modern, Tresore. Während die Sicherheitsschränke früher wie Möbelstücke aussahen, steht heutzutage überwiegend die Funktion und ökonomische Erwägungen im Vordergrund.
Unterschieden werden Einmauerschränke (eingebaut ins Mauerwerk bzw. den Boden), Einsatzschränke (fest eingebaut in Möbel oder hinter Wandverkleidungen) und freistehende Schränke. Vom simplen, einwandigen Stahlblechtresor, eher für den Privatgebrauch, bis hin zu tausende Tonnen schweren Hochsicherheitstresoren mit meterdicken Türen aus Stahl und Beton gibt es eine Vielzahl an Ausführungen. Eine Sicherung des Tresors gegen ein komplettes Entwenden stellt entweder sein hohes Eigengewicht, die Verschraubung mit der Wand und/oder dem Boden oder das Einmauern des Tresors in eine Wand dar. Sogar die Einbeziehung in die Gebäudestatik ist bei sehr großen Tresoren möglich.
Der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) hat Sicherheitsstufen festgelegt, denen die verschiedenen Schränke entsprechen müssen:
* A- leichter Schutz gegen Angriffe mit mechanischen, leichten Einbruchwerkzeugen, kein Brandschutz
* B - begrenzter Schutz gegen Angriffe mit mechanischen, leichten Einbruchwerkzeugen, kein Brandschutz
* C1 / C2 - definierter, begrenzter bzw. weitgehender Schutz gegen Angriffe mit mechanischen, leichten Einbruchwerkzeugen, einschließlich thermisch wirkenden Werkzeugen, kein Brandschutz
* D10 / D20 - definierter, begrenzter bzw. weitgehender Schutz gegen Angriffe mit schwerem Einbruchwerkzeug, einschließlich thermisch wirkenden Werkzeugen, begrenzter Brandschutz
* E10 - definierter, hervorragender Schutz gegen Angriffe mit schwerem Einbruchwerkzeug, einschließlich thermisch wirkenden Werkzeugen, begrenzter Brandschutz
Die Brandschutzklassen werden von der Materialprüfanstalt in Braunschweig bestimmt und vergeben. Ein Tresor muss vorher bestimmte Tests bestehen.