Alles cool im Ziegelhaus: Naturbaustoff blockt Hitze ab

Alles cool im Ziegelhaus: Naturbaustoff blockt Hitze ab

Sommer werden heißer / Frühzeitige Planung erspart kostenintensive Nachbesserungen / Ziegelhäuser garantieren spürbar kühlere Innentemperaturen / Grenzwerte werden nur selten überschritten / Zuordnung zur mittleren bis schweren BauartDie globale Erderwärmung könnte Ziegelhäusern einen weiteren Aufschwung bereiten. Grund sind die exzellenten Dämmeigenschaften. Schon jetzt gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Zunahme an Wärme speichernden Treibhausgasen die Zirkulation in der Atmosphäre dauerhaft verändern wird. Die Folgen sind stabilere Hochdruckgebiete und Hitzeperioden auch in Mitteleuropa. Beim Bau von Wohnhäusern sollte der sommerliche Wärmeschutz deshalb kompromisslos bedacht und vorausplanend mit einbezogen werden.

Die wissenschaftlichen Gutachten kommen aus dem angesehenen Fraunhofer Institut für Bauphysik. Dort wurde das sommerliche Temperaturverhalten von neun Ziegel-Niedrigenergiehäusern gemessen und dokumentiert. Die Ergebnisse sind überzeugend: Selbst an besonders heißen Tagen mit Außenlufttemperaturen von bis zu 33 Grad Celsius bleiben die Temperaturen in den Innenräumen stark gedämpft unabhängig von der Anzahl der Bewohner und dem unterschiedlichen Lüftungsverhalten.

Interessant ist auch der Vergleich eines Ziegelhauses in Naturbauweise mit einem im Entwurf gleichen Einfamilienhaus in Holzständerbauweise. Trotz einheitlicher Rahmenbedingungen und eines nahezu identischen Heizwärmebedarfs zeigt das Massivhaus deutlich niedrigere Überhitzungs-Häufigkeiten als das Holzhaus. Drastische Unterschiede wurden vor allem in der südlichen Erdgeschosszone fühlbar. Im Ziegelhaus wurden nur an knapp 300 Stunden im Jahr mehr als 26 Grad Celsius gemessen. Die Maximaltemperatur der Innenräume lag bei 28,9 Grad Celsius. Im Holzhaus wurden dagegen an rund 1.150 Stunden im Jahr mehr als 26 Grad Celsius gemessen. In den Innenräumen stieg das Thermometer sogar bis auf 32,8 Grad Celsius an. In Ziegelhäusern beschränkt sich die Überhitzungsgefahr in der Regel auf die Monate Juli und August. In Holzhäusern muss dagegen von April bis Oktober damit gerechnet werden, dass die gemäß DIN 4108-2 festgelegten Grenz-Raumtempera-turen (im Versuchsfall 26 Grad Celsius; Sommerklimaregion B) überschritten werden.

Grundsätzlich gilt: Der sommerliche Wärmeschutz ist entsprechend der Energieeinsparverordnung (EnEV) und der DIN 4108-2 auch ohne besondere vertragliche Vereinbarungen zu gewährleisten. Die Effizienz und damit auch der Wohlfühlfaktor hängt jedoch entscheidend vom Baumaterial ab. Je schwerer die Gebäudekonstruktion, desto geringer sind die sommerlichen Maximaltemperaturen. Hochwärmegedämmte Ziegelhäuser mit monolithischen Außenwänden liegen dabei im oberen Drittel. Hinsichtlich ihrer Speicherfähigkeit können sie mindestens der mittelschweren Bauart, bei massivem Innenausbau auch der schweren Bauart zugeordnet werden.
Informationen:

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