Altbauten konsequent sanieren

Altbauten konsequent sanieren
Erst die Fassaden aufdämmen, dann die Heizungen erneuern

Wuppertal (vhd). Gut ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Privathaushalte. Nahezu drei Viertel der privat verbrauchten Energie dienen zum Beheizen von Wohnräumen. 75 Prozent aller Bestandsgebäude stammen aus der Zeit vor 1978. Mehr als die Hälfte aller Altbauten in Deutschland wird innerhalb der nächsten 20 Jahre von Grund auf zu sanieren sein.

Setzrisse im Mauerwerk, abgeplatzter Putz, marode Fenster und bemooste Sockel weisen auf Energieschlupflöcher hin, durch die Raumwärme im Herbst und über Winter unnötig entweicht. Deshalb sollten Hausbesitzer stets zuerst die Außenwände und den Dachstuhl dämmen lassen; im Anschluss kommt dann die Erneuerung bzw. Umrüstung der Heizungstechnik in Betracht. "Solange die Außenwände eines Altbaus löchrig wie ein Schweizer Käse sind, kann selbst ein topmoderner Brenner kaum etwas bewirken. Das Aufdämmen der Fassade hat daher Priorität", sagt Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsfüh-rer beim Verband Holzfaser Dämmstoffe e.V. (VHD) in Wuppertal.

Gerade bei Altbauten kommt es häufig vor, dass die Wände zwar dick ausse-hen, aber zahlreiche Wärmebrücken aufweisen; ein Altbau-typischer Brenn-stoffbedarf von bis zu 30 Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Gas pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr kommt so zustande. Zum Vergleich: Im Neubau liegt der durchschnittliche Bedarf bei nur 7 Litern Heizöl bzw. Kubikmetern Gas pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Mit Dämmstoffen aus Holzfasern und Wärmedämm-Verbundsystemen, die auf Holzfaserdämmplatten basieren, lässt sich der erwünschte Niedrigenergiehaus-Standard im Gesamtbestand erzielen.

Anschauliche Informationen stehen auf der Website des VHD bereit: www.holzfaser.org