Ernst-Schröder-Münze für Prof. Dr. Helmut Jacob
ZVG-Generalsekretär Dr. Scholz ehrt Geisenheimer Obstzüchter
(ZVG) Im Rahmen einer Feierstunde am 7. Juli in der Forschungsanstalt Geisenheim (Hessen) hat Dr. Siegfried Scholz, Generalsekretär des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG), die Ernst-Schröder-Münze des ZVG an Prof. Dr. Helmut Jacob verliehen. Scholz würdigte damit die über 20-jährige züchterische Tätigkeit von Prof. Jacob im Fachgebiet Obstbau der Forschungsanstalt Geisenheim.
Sie hatten stets einen klaren Blick für die Bedürfnisse der Obstanbauer. Mehr als 20 neue Obstsorten haben Sie in dieser Zeit geschaffen, sagte Dr. Scholz in seiner Laudatio für Prof. Jacob. Bei Pflaumen und Zwetschen lag der züchterische Schwerpunkt auf der Reifezeit und der Scharkatoleranz. Neuzüchtungen wie Top, Topper oder Topking haben inzwischen einen festen Platz im Anbau eingenommen. Weitere werden in Zukunft Eingang in den Anbau finden. Bei Sauerkirschen ist ihm mit der Züchtung der Sorte Gerema eine maschinell zu beerntende Sorte mit guten Verbreitungseigenschaften und geringer Anfälligkeit für die Monilia-Spitzendürre gelungen. Die seit Mitte der neunziger Jahre durchgeführten Kreuzungen qualitativ wertvoller Tafeläpfel mit Apfelsorten des columnaren Wuchstyps (Säulenwuchs) führten bereits nach wenigen Jahren dazu, dass Pomforyou für den Kleingartenbereich in den Markt eingeführt wurde. Weitere Sorten für den Erwerbsobstbau sind im Gespräch. Weitere bekannte Züchtungen von Prof. Jacob bei anderen Obstarten sind die Birne Schöne Helene, die Mirabelle Miragrande und die Quitte Cydora-Robusta.
Ganz besonders hervorzuheben ist der intensive Bezug zur Praxis. Prof. Jacob hat sich stets intensiv um die Belange des deutschen Obstbaus bemüht. Dies zeigte sich auch in seinem großen persönlichen Engagement für die Lehre, mit dem er den obstbaulichen Nachwuchs geprägt hat. Viele Studenten haben sich durch ihn ein profundes Wissen aufbauen können, das in den unterschiedlichsten Aufgabenfeldern zum Einsatz kommt.