» „Atomausstieg wird locker kompensiert“ / BWE erinnert Stromkonzerne und Politik an ihre eigenen Studien

» „Atomausstieg wird locker kompensiert“ / BWE erinnert Stromkonzerne und Politik an ihre eigenen Studien
Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Bundesgeschäftsstelle

(Verbandspresse, 26.01.2006 12:04)

(Osnabrück) – „Die erneuerbaren Energien können bis 2015 über 20 Prozent der Stromerzeugung sichern“, sagte Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE) heute (26. Januar 2006) auf dem Energiekongress der FDP in Berlin: „Damit wird der Atomausstieg locker kompensiert“, so Ahmels und trat damit Befürchtungen einiger Spitzenpolitiker aus Union und FDP entgegen. Der Ersatz von Kernkraftwerken durch Wind-, Solar- und Bioenergie bringe zudem bereits bis 2015 eine Entlastung des CO2-Ausstoßes um rund 5,5 Prozent. Ahmels beruft sich bei seiner Prognose auf eine Studie der Deutschen Energie-Agentur (Dena) vom letzten Jahr. Auftraggeber der Dena-Studie waren unter anderem das Bundeswirtschaftsministerium sowie die Energieversorger Eon, RWE und Vattenfall.
Ahmels: „Ich finde es interessant, dass sich weder die Beamten im Bundeswirtschaftsministerium noch die Energiekonzerne an ihre eigene Studie erinnern können oder wollen.“ Genauso erstaunt zeigte sich Ahmels über Äußerungen versprengter SPD-Politiker, die in angeblich CO2-freien Kohlekraftwerken die Zukunft von Stromversorgung und Klimaschutz sehen: „Bei der Verbrennung von Kohle kann man mit hohem Aufwand das CO2 abspalten. Das Problem dabei ist zum einen die sichere Endlagerung von Milliarden Tonnen CO2 und zum anderen die Verdopplung des Strompreis.“ Diese Problematik habe schon die Enquete-Kommission des Bundestags unter Vorsitz des CDU-Abgeordneten Kurt-Dieter Grill 2002 erkannt.

BWE-Präsident Ahmels begrüßte auf dem Energiekongress die neue Dialogbereitschaft der FDP zum Thema Erneuerbare Energien: „Die Forderung nach einer ideologiefreien Diskussion haben die Liberalen nun auch selbst erfüllt.“

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Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE), Bundesgeschäftsstelle
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Telefon: (0541) 350600, Telefax: (0541) 3506030

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