Bonn - Ausgleich Koordinierungsausschuß verständigt sich über weitere Projekte
Oswald: "Ein gutes Stück vorangekommen"
Über rund 2,5 Milliarden Mark der insgesamt 2,81 Milliarden Mark, mit denen der Bund die Strukturentwicklung in der Region unterstützt, ist bereits politisch entschieden. Dies erklärte Bundesbauminister Eduard Oswald, Beauftragter der Bundesregierung für den Berlin-Umzug und den Bonn-Ausgleich, im Anschluß an eine Zusammenkunft der Mitglieder des Koordinierungsausschusses am Montag in Bonn. In enger, verläßlicher Zusammenarbeit sei inzwischen ein Entscheidungsstand erreicht worden, der für die notwendige Planungssicherheit sorge, bekräftigten Minister Oswald und die Vertreter der Region übereinstimmend. Damit seien beste Voraussetzungen geschaffen, die Investitionsbereitschaft in der Region auch insgesamt zu beleben. Zur Vorbereitung zukünftiger Entscheidungen befaßte sich die Runde, die nach der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung zum ICE-Anschluß des Flughafens Köln/Bonn zusammengekommen war, mit einigen weiteren Projekten. So erklärte der Ausschuß seine grundsätzliche Bereitschaft, im Rahmen des Wissenschaftszentrums an der Ahrstraße einen Neubau zur Unterbringung der Hochschulrektorenkonferenz und der Studienstiftung des Deutschen Volkes zu finanzieren. Zugleich sollen Verbesserungen der Infrastruktur des vorhandenen Gebäudes durchgeführt werden. An der Fachhochschule Rhein-Sieg soll ein zusätzliches Studienangebot im Bereich der Anwendungen der Biotechnologie geschaffen und dafür die Zahl der Studienplätze um 200 auf 2.500 angehoben werden. Schließlich erklärte der Ausschuß seine grundsätzliche Bereitschaft, Ausgleichsmittel für den Aufbau der neuen Dauerausstellung des Museums Koenig "Unser Blauer Planet - Leben im Netzwerk" einzusetzen.
Im Bereich der Wirtschaftsstruktur befaßte sich der Ausschuß schwerpunktmäßig mit dem Konzept für die künftige Tourismusförderung. Die Ausschußmitglieder äußerten ihre grundsätzliche Zustimmung mit dem überarbeiteten Konzept. Sobald einzelne noch offene Fragen, insbesondere zur Eigenbeteiligung der Region geklärt seien, soll das Konzept dem Haushaltsausschuß des Deutschen Bundestages vorgelegt werden.
Quelle:
Bundesbauministerium