KfW erhält von der EU Mandatarauftrag zur Förderung von serbischen KMU
In Belgrad wurde ein Mandatarvertrag über 5 Mio EUR zwischen der EU-Agentur für Wiederaufbau und der KfW unterzeichnet. Die Gelder fließen in einen von der KfW verwalteten revolvierenden Fonds zugunsten lokaler Geschäftsbanken, um diesen die Kreditvergabe an kleinere und mittlere Unternehmen in Serbien zu ermöglichen. Das Gesamtvolumen des Fonds ist damit auf ca. 15 Mio EUR angewachsen.Ähnliche Kreditfonds wurden von der KfW bereits in anderen Ländern Südosteuropas, wie z. B. in Bosnien und Herzegowina, aufgelegt. Angesichts der langjährigen positiven Erfahrung hat die KfW nicht nur für die EU, sondern auch für eine Reihe weiterer Geber, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, Mandataraufträge als Fondsmanager übernommen.
Private kleinere und mittlere Unternehmen, die in Jugoslawien lange Zeit von Banken und Politik vernachlässigt wurden, gelten heute als wichtiger Hoffnungsträger für die wirtschaftliche Erholung des Landes. "In Serbien gibt es eine Vielzahl dynamischer kleiner Privatbetriebe, die bereit und in der Lage sind, nach marktwirtschaftlichen Prinzipien zu arbeiten. Unser Ziel ist, diese Unternehmen mit Kapital zu versorgen, um so dauerhafte Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung zu schaffen", erklärte KfW-Vorstand Ingrid Matthäus-Maier.
Die KfW ist im Rahmen des Stabilitätspakts für Südosteuropa seit Oktober 2000 in Serbien aktiv. Das Projektvolumen beträgt derzeit rund 140 Mio EUR und erstreckt sich auf die Bereiche Energie- und Wasserversorgung sowie Förderung des privaten Banken- und Unternehmenssektors.