DtA erleichtert Bereitstellung kleinerer Umweltkredite "Runde 2000plus" im DtA-Haus
Die Umweltschutzförderung der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) hat im Vorjahr zur Schaffung und Sicherung von mehr als 100.000 Arbeitsplätzen beigetragen. Darauf wies der Generalbevollmächtigte der Gründer- und Mittelstandsbank des Bundes, Dr. Friedrich Homann, auf einer Informationsveranstaltung für Unternehmer zum Thema "Wettbewerbsfähig durch Umweltschutz" am Freitag (5. Juli) in Bonn hin. Nach Angaben von Homann hat die DtA, die seit nunmehr 30 Jahren Umweltschutzmaßnahmen fördert, im Vorjahr rund 1.500 Umweltvorhaben mit insgesamt 2,8 Milliarden Euro unterstützt � das bedeutet eine Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Jahr 2000. Damit sei ein Investitionsvolumen in Höhe von 5,1 Milliarden Euro angeschoben worden, weil die Unternehmen die DtA-Darlehen regelmäßig durch eigene Mittel und durch Bankkredite aufstocken würden. Den Schwerpunkt der Förderung bildeten Energieeinsparung und erneuerbare Energieträger wie die Windkraft, auf die im Vorjahr zusammen mehr als drei Viertel aller DtA-Umweltmittel entfielen. Mit einem Plus von 15 Prozent verzeichne dieser Bereich zudem ein besonders starkes Wachstum. Damit unterstütze die DtA gezielt die Politik der Bundesregierung, die sich für einen nachhaltigen Umweltschutz einsetze.
Umweltmanagementsystem als Schlüssel zum Bankkredit?
Mehr Umweltschutz gibt es nach Ansicht von Homann nicht zum Nulltarif � aber ein gut geplantes und mit günstigen Fördermitteln finanziertes Vorhaben könnte sich für den Unternehmer am Ende rechnen. Durch eine intelligente Ausgestaltung des Produktionsprozesses würden Energieverbrauch und damit auch die Kosten gesenkt. Moderne Umweltschutztechniken trügen zudem nicht selten dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Die DtA habe aus diesem Grund im Vorjahr für den so genannten produktionsintegrierten Umweltschutz Fördermittel im Gesamtwert von mehr als 500 Millionen Euro bereitgestellt. Homann wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die DtA durch vermehrte Übernahme von Risiken und eine Vereinfachung des Vergabeverfahrens in jüngster Zeit die Bereitstellung kleinerer Kredite auch im Umweltbereich erleichtert habe.
Im Zusammenhang mit den aktuellen Diskussionen zur Mittelstandsfinanzierung begrüßte Homann die jetzt von der deutschen Delegation erreichten Ergebnisse zu Basel II. Damit sei klar, dass von den neuen Regeln zur Eigenkapitalunterlegung keine negativen Effekte auf die Finanzierung von kleinen Unternehmen in Deutschland ausgingen. Die Unternehmen sollten aber die Chancen, die sich aus dem internen Rating im Verhältnis zu ihren Hausbanken ergeben würden, nutzen und sich stärker öffnen. Kreditentscheidungen würden in Zukunft auch stärker von so genannten weichen Faktoren wie Unternehmenskonzept, Managementqualität und Nachfolgeregelung abhängig sein. Der Aufbau eines funktionierenden Managementsystems könne hierbei auch eine positive Rolle spielen.
Die DtA hat sich als erstes staatliches Förderinstitut den strengen Standards der EG Umwelt-Audit-Verordnung (EMAS) gestellt und ist seit September 1999 validiert. Mit dieser Maßnahme, die in diesem Jahr turnusmäßig erneuert werde, und nicht zuletzt mit der Teilnahme im Netzwerk "Runde 2000plus" will die Gründer- und Mittelstandsbank des Bundes auch in der Region ein Zeichen für mehr Engagement im Umweltschutz setzen.