KfW und Rheinhyp verbriefen private Wohnungsbaukredite über EUR 1,1 Mrd mittels PROVIDE
PROVIDE GEMS 2002-1 gelauncht
Die RHEINHYP Rheinische Hypothekenbank AG nutzt als viertes Kreditinstitut die Möglichkeit, über die Verbriefungsplattform "PROVIDE" der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) private Wohnungsbaukredite zu verbriefen. Das Volumen der Transaktion Provide Gems 2002-1 beläuft sich auf ca. EUR 1,1 Mrd. Als Arrangeur und Lead Manager der Transaktion fungiert die Commerzbank Securities. Zusammen mit den bereits erfolgreich abgeschlossenen Verbriefungen der Aareal-Bank AG (ehemals DePfa Bank AG), HypoVereinsbank AG und der BHW Bausparkasse AG hat "PROVIDE" vom Volumen (EUR 4,8 Mrd) und der Anzahl der Nutzer einen echten Programmcharakter für den deutschen Markt erlangt. Für die Rheinhyp ist es nach den Transaktionen "GEMS", "Europa One" und "Europa Two" bereits die vierte Verbriefung von Hypothekarkrediten.
Mit PROVIDE bietet die KfW Kreditinstituten die Möglichkeit, Wohnungsbaukredite hochstandardisiert zu verbriefen. Ziel von PROVIDE ist es, die breite Versorgung mit Wohnungsbaukrediten weiterhin sicherzustellen. Die Verbriefung von Darlehen stellt für Banken ein interessantes Instrument zur Feinsteuerung ihres Kreditrisikos und damit zur Optimierung des Eigenkapitaleinsatzes dar. Dadurch entsteht neuer Spielraum für die Vergabe weiterer Wohnungsbaukredite. Um die Transaktionskosten der Banken zu senken, werden die einzelnen Transaktionen nach einem einheitlichen und standardisierten Schema abgewickelt. Damit leistet die KfW einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Handels mit Risiken aus Wohnungsbaukrediten in Deutschland.
Das Referenzportfolio der Rheinhyp besteht aus privaten grundpfandrechtlich abgesicherten Wohnungsbaukrediten. Dabei handelt es sich erstmals um ein Portfolio von ausschließlich nachrangigen Darlehen (also Kreditanteile, die über der 60 %igen Beleihungsgrenze liegen). Etwa ein Drittel des verbrieften Volumens stammt aus den neuen Ländern.
Im Rahmen der Transaktion übernimmt die KfW zunächst das Kreditrisiko aus diesem von den internationalen Rating-Agenturen Moody�s und Fitch bewerteten und in entsprechende Bonitätsklassen eingeteilten Pool. Die nun bewerteten Risiken werden dann von der KfW (über den Lead Manager Commerzbank Securities) in Form von börsennotierten Anleihen (Credit Linked Notes, CLNs) sowie durch Credit Default Swaps am Kapital- und Swapmarkt rückversichert bzw. platziert.