"World Wetlands Day" am Prespa-See
KfW unterstützt Erhalt der einzigartigen Feuchtgebiete im Dreiländereck mit über 4 Mio EUR
Der "World Wetlands Day 2002", der 2. Februar, ist den natürlichen Feuchtgebieten weltweit und ihrer Bedeutung für den Erhalt einer gesunden Ökologie gewidmet. Zu einem solchen Feuchtgebiet gehört auch die Region um die zu den ältesten Binnengewässern der Welt zählenden Prespa-Seen im Dreiländereck zwischen Albanien, Mazedonien und Griechenland. Der Grosse und der Kleine Prespa-See bieten Lebensraum für eine einzigartige Unterwasserfauna, bedrohte Pelikane und andere seltene Wasservögel. An dem diesjährigen "World Wetlands Day" jährt sich zudem zum zweiten Mal die Gründung des sogenannten "Prespa Coordination Committees" (PCC) durch die drei Anrainerstaaten. Das Gremium, in dem Kommunalverwaltungen, Nichtregierungsorganisationen und Fachbehörden vertreten sind, soll die "Prespa Park"-Region schützen. Neben dem Erhalt des Ökosystems steht PCC auch für den übernationalen Zusammenschluss und das harmonische Zusammenleben der ethnisch gemischten Bevölkerung im Grenzgebiet
Die KfW hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem PCC ein "Concept Paper" entwickelt. Dieses sieht vor, unter Einbeziehung der Anrainer, einen Managementplan für das Reservat zu erstellen und die hydrologische Untersuchung der Seen fortzuführen. Außerdem werden Infrastrukturarbeiten wie Schutzzäune, Wegebau und Ausstattung der Verwaltung (Fahrzeuge, Kommunikationssysteme) finanziert. Die KfW unterstützt das Projekt im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit über 4 Mio EUR.
Der 2. Februar wird mit einem Festakt auf der mazedonischen Seite des Großen Prespa-Sees begangen. Einer der Höhepunkte ist dabei die Preisverleihung eines Kinder-Malwett-bewerbs, bei dem über 500 Schüler aus den Anrainerstaaten in Bildern ihre Gefühle zu den Seen ausgedrückt haben. Eine Auswahl von sechzig Bildern soll nach der Preisverleihung an den beteiligten Schulen ausgestellt werden.