Schatz, die Tüten sind doch viel zu schwer für dich:
Am 8. März ist Frauentag
Gleich gestellt doppelt stark lautet das Motto des diesjährigen Frauentages, der daran erinnert, dass es bei der Gleichstellung von Männern und Frauen auch heute noch 94 Jahre nach seiner Einführung einiges zu tun gibt.
Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin hat wieder einmal bestätigt, was längst bekannt ist: In der gesamten Wirtschaft herrscht eine gravierende Unterrepräsentanz von Frauen im Management, und in den 87 nach Beschäftigungszahlen größten Unternehmen der Old Economy nehmen Frauen nur ein Prozent der Sitze im Vorstand ein. Auch die Gleichberechtigung an deutschen Hochschulen kommt nur recht schleppend voran. Der Frauenanteil bei den Professuren hat sich zwar in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt, aber es sind trotzdem nur kümmerliche 14 Prozent Frauen darunter. Rund 20 Jahre nach Einführung der Elternzeit in Deutschland kommt es gerade einmal in 0,2 Prozent der Haushalte vor, dass der Vater zuhause bleibt, während die Mutter arbeiten geht. Weshalb die Realität so und nicht anders aussieht, dafür gibt es viele Gründe und divergierende Erklärungsansätze. Der Frauentag ist für viele Organisationen und Verbände Anlass, die Gleichstellungsprobleme einmal mehr in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. "Internationaler Frauentag wir Männer sollten besonders aufmerksam sein, indem wir sagen: Hey toll geputzt! Oder: Schatz, die Tüten sind doch viel zu schwer für dich geh doch dreimal!", witzelte Harald Schmidt in einer seiner Sendungen. Ja, am Frauentag darf, muss und sollte auch gelacht werden, sogar über vermeintlich frauenfeindliche Witze. Denn jetzt mal ehrlich, wie viele Frauen bedienen nur zu gerne die typischen Frauenklischees ohne mit den getuschten Wimpern zu zucken?
Also los Frauen, worauf wartet ihr noch, zieht alle Register, bedient sämtliche Klischees und genießt endlich mal wieder einen frauenfreundlichen Tag! Den Putzlappen weggelegt, ein Bad in Luxusessenz genommen, ausgiebig aufgebrezelt, die Freundin zum Shoppen abgeholt, Prosecco geschlürft, beim Floristen zwei herrliche Blumensträuße gekauft .... und unbedingt dran denken, nehmt seine Kreditkarte, denn laut Bundesamt für Statistik verdient er auch noch besser als ihr.
BBH
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