Nachhaltiges Bauen ist Zukunftsvorsorge
Nachhaltiges Bauen ist das Schlagwort des letzten Jahrzehnts bei Politikern, Wirtschaftsexperten, Baufachleuten. Was sich dahinter verbirgt, lässt sich am besten mit Zukunftsvorsorge definieren. Mit dem Blick auf morgen sollten heute Gebäude mit einer hohen funktionalen, gestalterischen und technischen Qualität errichtet werden - umweltschonend, energiesparend, wohngesund und kostengünstig ein hoher Anspruch. Das setzt eine Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen voraus sowie eine möglichst geringe Belastung des Naturhaushalts unter Wahrung der Nutzungsmöglichkeiten der Gebäude. Um das zu erreichen und das ist der Leitgedanke der Nachhaltigkeit - müssen alle Lebenszyklen eines Gebäudes bereits in die Planung eingeschlossen werden: die Herstellungs- und Nutzungsphase ebenso wie laufende Veränderungen in der Gebrauchsphase und die Rückbauphase. Ob ein Gebäude tatsächlich nachhaltig ist, hängt ganz entscheidend von der Qualität seiner schützenden Hülle ab. Und hier hat die Baustoffindustrie ein entscheidendes Wort mitzureden: mit intelligenten Produkten und effizienten, modernen Bausystemen, die zu wirtschaftlichen Kosten und mit umfassendem Service angeboten werden. Den Anspruch, ein zeitgemäßer Baustoff zu sein, der den Forderungen des nachhaltigen Bauens gerecht wird, erfüllt Porit-Porenbeton. Was ihn dazu befähigt, ist die Summe seiner bauphysikalischen, verarbeitungstechnischen und wirtschaftlichen Eigenschaften. Im Wohn- und Gewerbebau, für Neubau und Renovierung lassen sich aus Porit-Porenbeton ein- und mehrschalige Wandkonstruktionen herstellen, die ein breites Spektrum spezifischer Anforderungen abdecken.
Die Eigenschaften von Porit beruhen auf dem Gefüge aus 20 % Feststoffen und 80 % luftgefüllter Poren. Je nach gewünschtem Produkt werden die in beliebiger Menge vorhandenen Ausgangsstoffe Sand (zu etwa 65 bis 75 Masse-%), Kalk und Zement (zu etwa 25 bis 35 Masse-%) sowie Wasser zur Porenbildung mit einer geringen Menge Aluminium (0,05 bis 0,1 Masse-%) aufgetrieben. Das dafür notwendige Frischwasser braucht nicht extra aufbereitet zu werden, und Abwässer entstehen kaum, weil das Betriebswasser mehrfach genutzt wird. Durch den Einsatz von Erdgas wird die Schadstoffemission der Abgase bei der Dampfdruckhärtung im Autoklav (Härtekessel) so gering wie möglich gehalten. Bei etwa 190 °C und einem Druck von 12 bar entsteht während dieses Prozesses das für die Festigkeit verantwortliche Calciumsilikathydrat. Restmengen und Abfälle aus der Produktion werden dem Produktionskreislauf wieder zugeführt. Mit dieser ressourcenschonenden und energiesparenden Herstellung ist ein wichtiger Punkt der Nachhaltigkeit erfüllt.
Ein weiteres Charakteristikum von Porit-Porenbeton sind seine bauphysikalischen Eigenschaften. Er erfüllt auf Grund seiner geschlossenzelligen Porenstruktur mit Stein-Rohdichteklassen von 0,35 bis 0,70 und Steinfestigkeitsklassen von 2 bis 6 sowohl die statischen Anforderungen an massives Mauerwerk, als auch die Anforderungen an den Wärme-, Brand- und Schallschutz. Die hohe Wärmedämmung,
neben der Tragfähigkeit und der Nichtbrennbarkeit das herausragendste Merkmal von Porit, resultiert aus seiner Wärmeleitfähigkeit. Sie wurde in den letzten Jahren für Porenbeton allgemein um mehr als 20 % gesenkt und liegt heute für Porit-Porenbeton je nach Rohdichteklasse zwischen 0,09 und 0,21 W/mK. So erreicht eine einschalige 30 cm dicke Wand aus Porit-Plansteinen mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,09 W/mK und einer Rohdichteklasse von 0,35 einen Wärmedämmwert (U-Wert) von 0,28 W/m²K, eine 36,5 cm dicke sogar 0,23 W/m²K - ein Fakt, der von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist, da er sich unmittelbar auf die Heizkosten auswirkt. Aber nicht nur das: Eine gute Wärmedämmung aller Außenbauteile wie Wände, Dach, Fenster oder Bodenplatte, ist außerdem Voraussetzung für ein angenehmes thermisches Behaglichkeitsempfinden. Je dichter die Raumluft- und die Oberflächentemperatur der Wände beieinander liegen, desto kleiner wird das Gefühl der Kälteeinstrahlung. Da die Oberflächentemperatur der Poritwände bei einer Innentemperatur von durchschnittlich 20 bis 22 °C stets im Behaglichkeitsbereich bleibt, werden die Räume im Winter als warm und im Sommer als angenehm kühl empfunden. Mit Porit-Porenbeton wird aufgrund dieser Materialeigenschaft nachhaltig ein optimales Raumklima bei größtmöglicher Heizkostenersparnis erreicht.
Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass Energieverluste durch Undichtigkeiten der wärmetauschenden Gebäudehülle bei Porit-Mauerwerk nahezu ausgeschlossen sind, da es im Sinne der Energieeinsparverordnung (EnEV) luftdicht ist. Mit Wänden aus mindestens einseitig verputzten Poritsteinen erreichen selbst kritische Stellen wie Schlitze für Elektro-, Abwasser- oder Heizungsanlagen Luftdichtheit. Allerdings spielt bei nahezu luftdichten Wandkonstruktionen die richtig dosierte Lüftung und das Heizen eine große Rolle. Nur so kann die im Haus durch die Nutzung entstehende Feuchte, die sich an den Bauteilen sammeln kann, entweichen und einem Schimmelpilzbefall vorgebeugt werden. Da die eventuell im Wandinneren auftretenden Tauwassermengen deutlich unter der Wasseraufnahmefähigkeit von Porit-Porenbeton liegen, ist eine diffusionstechnische Berechnung für Porit-Wände im allgemeinen nicht erforderlich. Aber auch Wärmebrücken, die vor allem an den Anschlussbereichen von Wänden, Decken, Fenstern, Sockeln und Balkonen auftreten, stellen bei diesem Baustoff kein Problem dar. Das liegt an der in horizontaler und vertikaler Richtung wirkenden Wärmedämmung, wodurch die Gefahr der Tauwasserbildung an den Übergangsstellen praktisch vermieden wird. Fazit: Die Forderung der EnEV nach einer geschlossenen Dämmfläche um das beheizte Bauvolumen wird leicht und kostengünstig erfüllt, der Energieverbrauch bleibt niedrig der Nutzer profitiert von den moderaten Energiekosten.
Im Sinne der Nachhaltigkeit ist Porit-Porenbeton aber auch bei der Verarbeitung ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Plansteine und Planbauplatten, die es in unterschiedlichen Formaten mit einem Gewicht unter 25 kg gibt, eignen sich als Zweihandsteine zur Herstellung von Außen- und Innenwänden rationell, das heißt ohne Vermörteln der Stoßfugen, in Dünnbettmörtel knirsch verlegt. Ab 20 cm dicken Steinen erleichtern Griffhilfen die Handhabung. Noch schneller und wirtschaftlicher geht es auf der Baustelle voran, wenn mit Porit-Planelementen gebaut wird. Sie werden von einem Mann mit Hilfe eines Versetzgerätes versetzt - pro Kranhub bis zu ca. 0,8 m² Mauerwerk, was 4 Plansteinen entspricht. Höhenausgleichssteine, Stürze und U-Schalen ergänzen das Porit-Sortiment. Alle Steine lassen sich auch millimetergenau sägen und zu Passstücken verarbeiten. Ein weiterer Vorteil liegt bei den Folgearbeiten: Installationsschlitze und Öffnungen können mit dem passenden Werkzeug leicht hergestellt werden, Befestigungssysteme sind auf den Baustoff abgestimmt, und Putze lassen sich leicht aufbringen. Das geringe Gewicht und die einfache Ver- und Bearbeitung von Porit im Bausystem schaffen einen wichtigen und zugleich nachhaltigen Vorteil auf der Baustelle: Sie ermöglichen die einfache Ausführung auch anspruchsvoller Konstruktionen mit einem geringen Aufwand bei der Planung und bei der Bauleitung.
Unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit bedeutet für den Bauherren das Bauen mit Porit-Porenbeton eine Bauausführung nach seinen individuellen Wünschen, flexibel und in hoher Qualität, energiesparend und zu günstigen Kosten. Für den Planer bietet Porit eine Fülle gestalterischer und technischer Möglichkeiten und für den Ausführenden ein hohes Maß an Rationalisierung bei problemloser Ausführung. Das sind gute Gründe, die für das Bauen mit Porit-Porenbeton sprechen. Da der mineralische Baustoff im eingebauten Zustand nicht verrottet, attestieren ihm wissenschaftliche Untersuchungen bei der normalen Werterhaltung eines Gebäudes eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer. Sollte dennoch ein Rückbau oder ein Abbruch notwendig sein, so findet das ökologische Material ohne Zusatzkosten seinen Platz auf normalen Deponien. Auch die nächsten Generationen können also diesem Baustoff vertrauen.
Weitere Informationen zum Baustoff Porit-Porenbeton gibt es im Internet unter www.porit.de und kontakt@porit.de.
Foto: PORIT
Porit-Porenbeton erfüllt die Ansprüche an einen zeitgemäßen Baustoff, der den Forderungen der Nachhaltigkeit umweltschonend, energiesparend, wohngesund und kostengünstig gerecht wird.