Wettbewerb "Entspannt modernisieren" - Preisträger gekürt
Im vergangenen Jahr wurde die Initiative "Entspannt modernisieren." vom Fachverband des Tischlerhandwerks NRW mit Unterstützung der Firma EGGER Holzwerkstoffe und der LBS West aus der Taufe gehoben. Nun wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen: Die Modernisierer in Nordrhein-Westfalen sowie die Tischler, die im Rahmen eines Netzwerks mit anderen Gewerken die Modernisierung aus einer Hand durchgeführt haben, reichten ihre Arbeiten beim Fachverband der Tischler NRW ein, eine Jury bewertete die Arbeiten. Das Ergebnis hat alle positiv überrascht. Mehr als 140 Projekte wurden eingereicht. Die Jury hat daraus die zwölf Besten ausgewählt. Die Sieger wurden bei einem Festakt am Donnerstag, 29. Juni 2006, in der Zentrale der LBS West in Münster durch Staatssekretär Günter Kozlowski, den Vorsitzenden der LBS West, Rainer Schäfer, den Vorsitzenden des Tischlerhandwerks NRW, Alfred Jacobi und Gerhard Bloss, EGGER-Vertriebsleiter Handel Deutschland, geehrt. Die Preise überreichten die Juryvorsitzende Birgit Schwarzkopf (Innenarchitektin BDIA) und Dieter Roxlau, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes des Tischlerhandwerks NRW.
Die zwölf Preisträger
Gewonnen hat den Wettbewerb "Entspannt modernisieren." Georg Kazakidis aus Köln. Er hat in einem Mehrfamilienhaus im St. Ursula-Viertel das 3. Obergeschoss, das Dachgeschoss und den Spitzboden zu einer modernen Wohneinheit aus- und umgebaut. Dabei wurde bislang ungenutzter Raum zu attraktiver Wohnfläche. Zusätzlich entstanden Gauben mit Blick auf den Dom und ein Balkon. Die Tischlerarbeiten hat die Schreinerwerkstätte Mandelartz aus Düren ausgeführt.
Das Siegerprojekt von Georg Kazadikis aus Köln
Den zweiten Platz belegten Michaela Wippermann und Olaf Dörr, ebenfalls aus Köln.
Sie haben bei ihrem Objekt - einem Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten aus dem Jahre 1912 - neuen attraktiven Wohnraum geschaffen. Der Hauptanteil der Umbaumaßnahmen betraf das 2. Obergeschoß und das Dachgeschoß, die zu einer Maisonettewohnung zusammengefasst wurden. Dem Projektteam ist es gelungen, eine neue hohe Wohnqualität zu schaffen und dabei die vorhandene historische Bausubstanz zu erhalten. Die Tischlereiarbeiten wurden von der Tischlerei Lamp & Sohn und der Tischlerei Stephan Stühlen, beide in Köln, durchgeführt.
Platz zwei wurde an Michaela Wippermann und Olaf Dörr - ebenfalls aus Köln - vergeben
Der dritte Platz ging an Albert Fröhlich aus Mönchengladbach. Er hat Wohn- und Esszimmer in einem Haus aus den dreißiger Jahren neu gestaltet. Geschaffen wurde ein zeitgemäßes Ambiente unter Beibehaltung der typischen Architekturelemente wie Stuckdecken, Heizkörperverkleidungen und Eichenparkett. Die Tischlerarbeiten wurden von Thomas Hoff und Jörg Terfeld aus Willich-Schiefbahn ausgeführt.
Albert Fröhlich aus Mönchengladbach mit Platz drei unter über 120 Einreichungen belohnt
* Die weiteren Preisträger sind:
* Werner und Heiko Böhm aus Dortmund
* Lotte Löbbert und Sebastian Körber aus Köln
* Sven Schöpker aus Emsdetten
* Thomas Faber aus Würselen
* Eveline und Harald Eichler aus Werl
* Tischlerei Klomp GmbH & Co. KG aus Mönchengladbach
* Anja und Thomas Esch aus Aachen
* Bernd Schouten aus Bedburg-Hau
* Schopp-Melzer / Holzmann GdbR aus Worms
Sie haben Um- und Ausbauten bestehender Einfamilienhäuser, Dachgeschoße oder Speicher realisiert, Bäder modernisiert, Wohnungen zusammengelegt und danach gewerblich genutzt. Das Spektrum der Preisträger zeigt auch sehr schön die ganze Vielfalt der Möglichkeiten, die im Hinblick auf Nutzungsanpassung und technische Modernisierung unter Federführung von Tischlerfachbetrieben umgesetzt werden können.
Preise im Gesamtwert von 17.000 EUR
Wertvolle Preise wurden den Preisträger von der LBS West, dem Fachverband der Tischler NRW und dem Holzwerkstoffhersteller EGGER überreicht. Die zufriedenen und entspannten Modernisierer freuten sich über sechs Geldpreise in der Höhe von insgesamt 13.000 EUR, einen Bausparvertrag mit einer Ansparsumme von 1.000 EUR sowie fünf Wochenendreisen (2 Übernachtungen mit Frühstück und Rahmenprogramm) für zwei Personen zum berühmten Wellnesshotel Stanglwirt in Going bei Kitzbühel.
Förderung moderner handwerklicher Lösungen
Ziel des Wettbewerbes war es, auf die besondere Kompetenz qualifizierter Betriebe des Tischlerhandwerks bei Modernisierungsarbeiten in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Die Grundlage dazu hat eine Qualifizierungsoffensive des Fachverbandes der Tischler in NRW geschaffen. Dabei wurden über 200 Tischler intensiv geschult, um den Ansprüchen der Verbraucher nach Komplettlösungen für komplexe Aufgaben bei Innenausbauten gerecht werden zu können. Die Betriebe wurden dadurch in die Lage versetzt, Modernisierungsmaßnahmen im Verbund mit anderen Handwerkern schnell, sauber und in bester Qualität durchzuführen. Die Tischlerei - eine vollständige Liste der zertifizierten Betriebe findet sich im Übrigen auch unter http://www.entspannt-modernisieren.de/ - sorgt für die Koordination von Installateuren, Malern, Elektrikern und anderen Gewerken. In Sachen Finanzierung steht die LBS als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Alles aus einer Hand also. Darum auch der Slogan der Aktion: "Entspannt modernisieren." Zum Festpreis. Zum Fixtermin. In bester Qualität.
Politik hat Bedarf erkannt
Tatkräftige Unterstützung erhalten Verbraucher und Tischler von der Politik: Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die Handwerksbetriebe von unnötigen bürokratischen Fesseln befreien und eine leichtere Umsetzung von Aufträgen ermöglichen, heißt es im Regierungsprogramm. So soll künftig auch der Handwerksmeister bei Renovierungsarbeiten berechtigt sein, Baugenehmigungen zu beantragen und damit erheblich zügiger als bisher die Kundenwünsche zu erfüllen. Eine weitere große Erleichterung: Renovierung und Modernisierung werden künftig als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich begünstigt. Ministerpräsident Rüttgers hat für die Modernisierungsoffensive der Tischler in Nordrhein-Westfalen die Schirmherrschaft übernommen und zeigt damit, dass es ihm Ernst ist mit seinem Versprechen, dass die Landesregierung ein verlässlicher Partner des Handwerks und der Menschen in NRW sein will.
Modernisierungsmaßnahmen sind steuerlich absetzbar!
Wer in die Renovierung seiner Wohnung investiert, hat daraus auch finanzielle Vorteile. Handwerksrechnungen für Modernisierungen können rückwirkend zum 01. 01. 2006 steuerlich abgesetzt werden. Um die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerksrechnungen nutzen zu können, müssen allerdings gewisse Voraussetzungen eingehalten werden. Diese lassen sich im Einzelnen wie folgt zusammenfassen:
Handwerksrechnungen können dann steuerlich abgesetzt werden, wenn es sich um Maßnahmen zur Erhaltung, Modernisierung oder Renovierung der selbst genutzten Wohnung handelt. Den Steuervorteil können sowohl Eigentümer für ihr selbst genutztes Einfamilienhaus oder ihre Eigentumswohnung als auch Mieter für Maßnahmen in ihrer Mietwohnung nutzen.
Die Höhe des Steuerbonus beträgt maximal 600 EUR pro Jahr und Haushalt.
Welche Leistungen werden steuerlich vergünstigt?
Es handelt sich dabei um die drei bereits genannten Kategorien:
* Regelmäßig vorzunehmende Renovierungsarbeiten
* Erhaltungsmaßnahmen
* Modernisierungsmaßnahmen
Typische Beispiele hierfür sind:
* Streichen und Tapezieren von Innenwänden
* Streichen und Lackieren von Türen, Fenstern, Wandschränken, Heizkörpern und Rohren
* Erneuerung des Bodenbelages (Teppichboden, Parkett, Fliesen)
* Modernisierung des Badezimmers
* Erneuerung der Heizungsanlage
* Austausch von Fenstern und Türen
* Dachdämmung und Wärmedämmung
* Wartungsleistungen an Heizungsanlagen
* Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten auf dem Grundstück
(Garten- und Wegearbeiten)
Wie wird dieser Steuerbonus berechnet?
Pro Haushalt können aus den jeweiligen Handwerksrechnungen jährlich maximal 3.000 EUR der Arbeitskosten geltend gemacht werden, und zwar die Bruttoarbeitskosten (also incl. MwSt). Dieser Betrag wird mit 20% gefördert. Der Steuerbonus beträgt dann 20% dieser Brutto-Arbeitskosten und damit maximal 600 EUR im Jahr. Materialkosten dagegen sind nicht steuerlich begünstigt.
[ Foto/PLEON Publico Salzburg - (von li. hinten nach re. vorne) Staatssekretär Günter Kozlowski Vorsitzender LBS West Rainer Schäfer Preisträgerin 2. Platz Michaela Wippermann, Köln Preisträger 1. Platz Georg Kazakidis, Köln Preisträgerin 3. Platz Elisabeth Fröhlich, Mönchengladbach ]
Weitere Informationen: http://www.entspannt-modernisieren.de/