Bauen in Weiß mit Porit und Unika

Bauen in Weiß mit Porit und Unika

Im Porenbetonwerk und den Baustoffwerken Havelland GmbH & Co KG in Germendorf bei Oranienburg werden seit zehn Jahren Porit-Porenbeton und seit einem Jahr Unika-Kalksandstein produziert. Die mit modernster Anlagentechnik ausgestattete Porenbeton-Anlage produziert seit 1995. Die moderne Kalksandstein-Anlage ist seit 1992 in Betrieb und arbeitet seit einem Jahr unter dem Markenzeichen „Unika“ – einem bundesweiten Zusammenschluss von 10 mittelständischen Kalksandsteinwerken. Als Marke von fünf mittelständischen Unternehmen ist Porit-Porenbeton ebenfalls bundesweit vertreten. „Bauen in Weiߓ rationell, schadensfrei und nachhaltig verbindet die beiden Markenprodukte im täglichen Baugeschäft. Die problemlose Kombination beruht auf der Baustoffverträglichkeit der Bauteile und Ergänzungsprodukte und auf der systemgerechten Planung und Anwendungstechnik. „Bauen in Weiߓ bedeutet für den Bauherren eine Bauausführung nach individuellen Vorstellungen in hoher Qualität und mit wirtschaftlichen Kosten, für den Planer eine Fülle gestalterischer und technischer Möglichkeiten und für den Ausführenden ein hohes Maß an Rationalisierung. Werden dann auch noch beide Baustoffe – wie bei den Herstellern in Germendorf – aus einem Werk termingerecht auf die Baustelle geliefert, ist das ein weiterer kostensparender Faktor.

Sand, Kalk und Wasser sind im Wesentlichen die Ausgangsstoffe für die umweltschonende Herstellung von Porit-Porenbeton und Unika-Kalksandstein. Beide Produkte ergänzen sich ideal aufgrund annähernd gleichen Formänderungsverhaltens. Der leichte hochwärmedämmende Porit-Porenbeton und der schwere Unika-Kalksandstein mit besonders hohem Schallschutz lösen jeweils spezielle Aufgaben. Mit Steinrohdichteklassen von 0,35 bis 0,70 und Steinfestigkeitsklassen von 2 bis 6 für Porit sowie 1,2 bis 2,2 und 12 bis 28 für Unika werden die bautechnischen Anforderungen an „leichtes“ und „schweres“ Mauerwerk mit einschaligen oder mehrschaligen Wandkonstruktionen problemlos erfüllt.

Planstein-Mauerwerk beider Baustoffe mit Dünnbettmörtel weist gegenüber mit Normalmörtel erstelltem Mauerwerk gleicher Festigkeitsklasse deutlich höhere zulässige Druckspannungen auf. Das bedeutet, dass Porit- und Unika-Bauteile den konstruktiven Erfordernissen entsprechend besser dimensioniert werden können. Das Ergebnis sind dünnere Wände bei gleicher Belastung und mehr Wohnfläche bei gleichen Gebäude-Abmessungen – eine Kostenersparnis eingeschlossen.

Als Hintermauerwerk müssen Porit und Unika mit einem entsprechenden Putz, Verblendmauerwerk, Verkleidung bzw. Wärmedämmverbundsystem (WDVS) versehen werden. Porit-Wände erfüllen dabei wegen ihres hohen Luftporen-Anteils auch die ab 2006 geltende novellierte EnEV ohne zusätzliche Wärmedämmung. Unika-Wände mit hohen Festigkeiten werden mit einer Wärmedämmschicht versehen. Mit Wärmeleitfähigkeiten von 0,09 W/mK für Porit und 0,56 bis 1,30 W/mK für Unika liegen bei üblichen Wandkonstruktionen die U-Werte beider Produkte zwischen 0,16 und 0,34 W/m²K. Kellerwände sind mit Abdichtungsmaßnahmen nach DIN 18195 vor Wasser aus dem Baugrund zu schützen. Somit sind Feuchtigkeit und Frost keine Gefahr für weißes Mauerwerk.

Aufgrund ihrer hervorragenden bauphysikalischen Eigenschaften erfüllen beide Baustoffe die Brandschutz-Anforderung der Baustoffklasse A nach DIN 4102-1 – nicht brennbar. Selbst Brandwände mit der Feuerwiderstandsklasse F90, die einer dreimaligen Stoßbeanspruchung von 3000 Nm widerstehen, können aus Porit erstellt werden. Bereits eine Porit-Wand aus 24 cm PP2/0,40 mit glatter, vermörtelter Stoß- und Lagerfuge sowie aufliegender Geschossdecke erfüllt diese Anforderungen.

Längst ist auch bewiesen, dass der angeblich schlechte Schallschutz von Porenbeton ein Vorurteil ist. Durch das Porengefüge kommt es im Porit-Stein zu einer so genannten „Materialdämpfung“. Das bedeutet, dass gemäß DIN 4109 Porenbeton aufgrund seines Schallschutzes ein Bonus von 2 dB gegenüber anderen Materialien gleicher flächenbezogener Masse zugesprochen wird.

Mit Porit-Porenbeton und Kalksandstein sind zwei wirtschaftliche, baustoffverträgliche und in den Maßen, Anschlüssen und Toleranzen aufeinander abgestimmte Baustoffe auf dem Markt. Das gilt gleichermaßen für Mauerwerk aus klein-, mittel- und großformatigen Steinen wie auch für Ergänzungsprodukte. Das System „Bauen in Weiߓ eignet sich daher sowohl für Neubau- als auch für Modernisierungsvorhaben.

Das System „Bauen in Weiߓ erfüllt mit Porit und Unika die Ansprüche an zeitgemäße Baustoffe – umweltschonend, energiesparend, wohngesund und kostengünstig.