Bildung von Wohneigentum muss Instrument der Stadtentwicklung werden / Nach Ende der Eigenheimzulage nimmt Haus & Grund die Regi

Bildung von Wohneigentum muss Instrument der Stadtentwicklung werden / Nach Ende der Eigenheimzulage nimmt Haus & Grund die Regierung in die Pflicht
Haus & Grund Deutschland - Zentralverband der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e.V.

(Verbandspresse, 29.11.2005 14:57)

(Berlin) - „Die Wohneigentumsbildung muss jetzt zum Instrument der Stadtentwicklung werden“, kommentiert Haus & Grund-Präsident Rüdiger Dorn die heute (29. November 2005) vom Bundeskabinett beschlossene Streichung der Eigenheimzulage zum Ende des Jahres. Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft fordert, zumindest Teile der nun frei werdenden finanziellen Mittel zur Bildung von privatem Wohneigentum in den Städten einzusetzen.

„Die Gestaltungsspielräume für potenzielle private Eigentümer sind durch das Ende der Eigenheimzulage kleiner geworden. Die städtebaulichen Probleme müssen aber gelöst werden“, unterstreicht Dorn. Vor allem der Neubau „auf der grünen Wiese“ führe angesichts des demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandels in vielen Städten zu zunehmenden Leerständen auf dem Wohnungsmarkt und zu steigenden Kosten z.B. für die Infrastruktur. Dorn: „Hier besteht die Gefahr eines Werteverlustes für das Grund- und Immobilieneigentum in den Städten.“ Die private Altersvorsorge vieler Bürger stehe auf dem Spiel.

Haus & Grund will die Bundesregierung in die Pflicht nehmen, die viel versprechenden Aussagen des Koalitionsvertrages umzusetzen. Danach soll u.a. mit dem Programm „Stadtumbau Ost“ der Wohnungsleerstand vermindert und die Infrastruktur angepasst werden. Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft vermisst hier aber eindeutige Aufwertungsstrategien für die Innenstädte – wie sie ursprünglich im Programm vorgesehen waren: „Den Stadtumbau auf den Rückbau zu konzentrieren reicht nicht aus. Wir brauchen mehr Wohneigentum in den Städten. Deshalb sollte die Schaffung von Wohneigentum im Bestand, in Baulücken und auf Brachflächen gezielt unterstützt werden“, meint Rüdiger Dorn. Das gelte auch für Westdeutschland.

Die Umbenennung des zuständigen Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sei ein richtiges Signal. „Wir hoffen, dass der Minister Wolfgang Tiefensee den Worten Taten folgen lassen wird“, sagte Dorn. Die Umorientierung in der Stadtentwicklung dürfe nicht an der Finanzierung scheitern.

Quelle/Kontaktadresse:
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