Vorbereitung der Recherche
Fördermittel allein machen keinen Sinn!
Glauben Sie auch, dass Fördermittel wie Trüffeln vergraben sind und Sie ein Trüffelschwein benötigen, dass diese für Sie erschnüffelt? Das Bild vom Fördermittelberater als Trüffelschwein hat sich in den Köpfen vieler festgesetzt. Schnüffeln, graben, wühlen, finden. Tatsächlich ist dieses Bild von der Undurchsichtigkeit der Förderlandschaft geprägt. 2.800 Fördermöglichkeiten zählen die Subventionslotsen und dabei werden jährlich mehr als 300 Milliarden DM vergeben. Wo ist nun Ihr Geld?
Die Antwort hierauf ist einfacher, als so mancher glaubt. Wer plant schafft an! Fördermittel kommen immer dahin, wo der Effekt am grössten scheint. Wie gross sind die Effekte, die Sie schaffen? In Ihrer Vorbereitung Ihres Vorhabens liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Beantragung.
Gute Unternehmen machen gute Gewinn. Gute Unternehmen machen gute Entwicklungen. Gute Unternehmen machen gute Pläne. Gute Unternehmen haben gute Berater. Usw., usw..
Sie entscheiden aufgrund Ihrer Vorbereitung mit, ob Ihr Vorhaben gefördert werden kann, oder eben nicht. Sie sind erfolgreich? Dann planen Sie Ihren Erfolg und dokumentieren diesen.Fördermittel allein machen keinen Sinn. Der Sinn entstammt Ihrem Vorhaben und wird mit Fördermitteln unterstützt. Kein Vorhaben wird durch Fördermittel erfolgreich. Keine Rendite wird mit Fördermitteln erwirtschaftet. Dies schaffen nur Sie mit Ihrem Vorhaben. Diese Vorteile, die sich sich und anderen erarbeiten müssen zusammengefasst dargestellt werden. Besonders wird in der Förderprüfung auf die Herausarbeitung des Weges zur Erreichung Ihres Zieles geachtet.
Projektmanagement hilft!
Mit der Vorbereitung (Start- und Planungsphase) Ihres Vorhabens legen Sie fest, welche Fördermittel einbezogen werden können. Welche Effekte Fördermittel für Ihr Vorhaben erzeugen, legen Sie in der Startphase fest. Diese wird auch oft als Phase der Zieldefinition und Geländeerkundung beschrieben. In der Planungsphase legen Sie dann den Weg, das Team und die einzelnen Schritte fest.
All dies sollte Ihrer Dokumentation zu entnehmen sein. In der Planungsphase mit Fördermitteln sollten Sie etwas genauer sein, als Sie das vielleicht bisher waren. Zwei Drittel der abgelehnten Anträge werden aufgrund von Fehlern in der Beantragung abgelehnt. Bei der Planung sollten Sie nicht unflexibel sein, jedoch eher die einzelnen Schritte im Detail durchplanen. Die amerikanische Kurzplanung mit regelmässigen Plananpassungen ist hier eher ungeeignet. Die japanische Detailplanung unter Einbeziehung der Förderformalia schränkt die Fördermöglichkeiten zu sehr ein. Wie so oft empfiehlt sich der Mittelweg. Sachbearbeiter in Förderinstituten sind nette Menschen. Fragen kostet nichts und Freundlichkeit auch nicht.
Im folgenden beschreiben wir nun das klassische Vorgehen im Projektmanagement, um Ihnen die Teilschritte näher zu bringen.
Festlegung einer gemeinsamen Ausgangsbasis
Am Anfang steht das Ziel bzw. das Zielsystem. Im Team macht die Zielfindung viel Spass und kann durch viele Techniken (Brainstorming, 6-3-5, Metaplan, u. a.) unterstützt werden. Aus dem Leitgedanken Ihres Vorhaben entwickeln Sie ein Zielsystem und dokumentieren dieses. Ein Ziel hat einen Inhalt, eine Ausprägung und einen zeitlichen Bezug. Ziele sind spezifisch, messbar, anspruchsvoll, realistisch und terminiert (SMART). Im nächsten Schritt erfassen Sie Ihre Stärken und Schwächen. Zusätzlich betrachten Sie mit welchen Chancen und Risiken Sie umgehen müssen. Aus diesen Punkten arbeiten Sie die kritischen Erfolgsfaktoren heraus und dokumentieren möglich Vorsichtsmassnahmen. Das Ergebnis ist eine Ausgangsbasis, die allen Projektpartnern dokumentiert, was Ihre Ziele sind und wie Sie gedenken diese sicher zu erreichen.
In der Erfolgsforschung ist die Notwendigkeit eines Zielsystems empirisch überprüft worden. Wer Ziele hat und diese dokumentiert ist viermal so erfolgreich, wie diejenigen Personen, die das nicht tun.
Planen Sie Ihren Erfolg
Wie sind Ihre festgelegten Ziele zu erreichen? Die Antwort hierzu ist: Wer tut was bis wann und berichtet wem? Zuerst haben Sie somit ein Team (Wer) zu bilden. Dieses Team wird aus internen und externen Fachleuten bestehen. Es hilft Ihnen, wenn Sie ein Anforderungsprofil für die einzelnen Teammitglieder erstellt und dabei festlegen, was deren Betrag zum Gesamtprojekt sein soll.
Im nächsten Schritt ordnen Sie den Teammitgliedern einzelne Aufgaben zu. Aufgaben bestehen aus einzelnen oder einer Folge von Aktivitäten. (Beachten Sie hierbei bitte, dass es Personen gibt, die nicht in der Projekt involviert sind, jedoch trotzdem über den jeweiligen Stand des Projektes informiert werden müssen.) Es macht daher Sinn eine Projektorganisation zu dokumentieren, die die Ebenen Entscheidung, Steuerung, Grundlagen und Durchführung beinhaltet. Achten Sie bitte darauf, dass Sie nicht der Flaschenhals (oder schlimmer der Korken im Flaschenhals) der gesamten Organisation sind.
Die Abfolge der Aktivitäten ergibt einen Gesamtplan. Dieser wird bei einer Fördermittelbeantragung inhaltlich retrograd vorgenommen. Subventionslotsen betrachten dabei möglich Hindernisse und zeitliche Bedürfnisse besonders. Die Engpässe sind bereits aus der Startphase bekannt. Nun gilt es auch die Mitarbeiter in den Förderinstituten zu motivieren am Projekt im Zeitplan mitzuarbeiten. Es handelt sich um nette Menschen, die gerne mithelfen. Geben Sie diesen einfach die Möglichkeit dazu. Wenn für Ihr Projekt zur richtigen Zeit alle Unterlagen und Belege an der richtigen Stelle sind, können Sie mit der schnellst möglichen Bearbeitung rechnen.
Wann wird nun entschieden welche Förderungen genutzt werden?
Die Fördermittel-Recherche gehört klar in die Startphase. Aus der Einbeziehung von Fördermitteln können sich gerade dann neue kritische Erfolgsfaktoren ergeben, wenn es sich bei der Kapitalbereitstellung für Ihr Projekt um eine Aussenfinanzierung handelt. Die Kapitalgeber müssen hierbei von Ihrem Vorhaben überzeugt werden. Dies ist umso schwieriger, je mehr Kapitalgeber notwendig sind.
Banken sind seit jeher liquiditätsorientiert. Wenn Sie Ihre Raten pünktlich und in der vollen Höhe bedienen können, reicht dies Banken aus. Förderinstitute sind gewinnorientiert. Sie müssen daher den nachhaltigen Erfolg einer Förderung anhand Ihrer Gewinnplanung belegen. Kapitalgeber, die nachrangig bzw. Beteiligungs- oder Risikokapital bereitstellen, sind an der Wertentwicklung Ihres Unternehmens interessiert.
Den Fördermitteln kann hier eine besondere Rolle der "Abrundung" der Finanzierung zukommen. Besteht eine Sicherheitenlücke? Kann diese mit Fördermittel geschlossen werden? Reichen die Eigenmittel aus? Können diese mit Fördermitteln ersetzt werden? Wie kann der Beteiligungsgeber refinanziert werden? Gibt es Haftungsfreistellung?
Nicht selten kommt es zu der unbeliebten cash22 (Huhn oder Ei) Situation. Keine Fördermittel, keine Restfinanzierung. Keine Restfinanzierung, keine Fördermittel. Mit Ihrer Planung und Ihrem Vorgehen "brechen" Sie ein solches Problem. Nur Sie wissen wirklich, wie Ihr Vorhaben funktioniert. Überzeugen fällt dem Überzeugten leicht. Wenn diese Überzeugung anhand Ihrer Dokumentation nachvollziehbar ist, steht Ihrer Förderung und Ihrem Erfolg nichts im Wege.
Zusammenfassung
Ziel - Plan - Ergebnis. Die Durchführung Ihrer Förderfinanzierung ist ein Ergebnis Ihrer guten Vorbereitung und Ihrer Fähigkeit die richtigen Menschen an der richtigen Stelle einzubeziehen. Machen Sie sich ruhig an das Werk. Eine gute Vorbereitung lohnt sich immer.
Oder fragen Sie einfach den Subventionslotsen ... vorher!
Förderprogrammübersichten finden Sie unter www.wabeco.de/f3-frame.htm.
Kostenlose Prüfung der Förderung der Beteiligung an Unternehmen unter www.wabeco.de/d7-frame.htm, einfach Ihre Daten eintragen.
Ihr Subventionslotse