Schwäbisch Hall glänzt in Bayern an der Spitze
· Bauspar-Marktanteil im Freistaat wächst auf knapp 35 Prozent
· Baufinanzierungsgeschäft gegen den Markttrend ausgebaut
· Zusammenarbeit mit Genossenschaftsbanken als Erfolgsgarant
München, 28. Februar 2005 In Bayern blieb die Bausparkasse Schwäbisch Hall auch 2004 wieder auf Erfolgskurs. Mit einem eingelösten Bausparvolumen von 6,5 Mrd. EUR wurde der Marktanteil auf 34,8 Prozent ausgebaut. Zum fünften Mal in Folge verteidigte die größte deutsche Bausparkasse ihre Spitzenposition im Freistaat. Mit diesem Resultat sind wir sehr zufrieden, betonte Schwäbisch Hall Landesdirektor Reiner Waltersbacher vor Journalisten in München. Beim Absatz von Baufinanzierungen wartet der Branchenführer mit sehr guten Zahlen auf: Gegenüber dem Vorjahr stieg das Volumen um 6,7 Prozent auf 838 Mio. EUR, während der Branchentrend negativ ausfällt. Der Schwäbisch Hall-Landesdirektor sieht den entscheidenden Vorteil in der Zusammenarbeit mit den bayerischen Kreditgenossenschaften. Wir werden diese vertrauensvolle Partnerschaft auch dieses Jahr weiter intensivieren, sagte Waltersbacher.
Im Berichtsjahr haben die genossenschaftlichen Banken und Schwäbisch Hall in Bayern fast 210.000 neue Bausparverträge mit einem eingelösten Volumen von 6,5 Mrd. EUR abgeschlossen. Mit diesem Ergebnis war der Branchenführer bis auf zwei Prozent an das Resultat des Ausnahmejahres 2003 herangekommen und hat das Normaljahr 2002 gar um 43,9 Prozent übertroffen. Jeder fünfte Neuvertrag bei Schwäbisch Hall kam aus dem Freistaat. Zum 31.12.2004 betreute das Unternehmen in Bayern 1,4 Mio. Bausparer, die 1,6 Mrd. EUR. Sparbeiträge geleistet hatten. Das Vertragsvolumen wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent auf mehr als 41 Mrd. EUR.
Baufinanzierungsgeschäft weiter gewachsen
In Zusammenarbeit mit den bayerischen Genossenschaftsbanken gelang es Schwäbisch Hall das Baufinanzierungsgeschäft auszubauen und damit dem Branchentrend zu trotzen. Das Gesamtvolumen wurde gegenüber 2003 um 6,7 Prozent auf 838 Mio. EUR gesteigert. Das davon in die Bücher der örtlichen Genossenschaftsbanken vermittelte Volumen nahm um 70,2 Prozent auf 376 Mio. EUR zu. Früchte trägt auch die Zusammenarbeit mit den genossenschaftlichen Hypothekenbanken DG Hyp und Münchner Hypothekenbank. Über den Schwäbisch Hall-Außendienst wurden Hypothekendarlehen im Umfang von 45 Mio. EUR 55,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor an die beiden Hypothekenbanken vermittelt.
Vorsorgegeschäft und Cross Selling ausgebaut
Neben den Geschäftsfeldern Bausparen und Baufinanzierung hat Schwäbisch Hall auch das weitere Vorsorgegeschäft ausgebaut. Das vom mobilen Schwäbisch Hall-Vertrieb vermittelte Abschlussvolumen von Vorsorgeprodukten für die genossenschaftlichen Banken sowie Investmentfonds und Versicherungen der Verbundpartner Union Investment und R+V stieg gegenüber 2003 um 23,2 Prozent auf 664 Mio. EUR. Großen Anteil hatten die vermittelten Vorsorgeprodukte der genossenschaftlichen Banken. Ihr Volumen stieg um 87,7 Prozent auf 76 Mio. EUR. Auch das an die Union Investment vermittelte Fondsvolumen legte kräftig zu um beinahe 70 Prozent auf knapp 70 Mio. EUR.
Ergänzend zum Bausparen vermittelten die 600 Schwäbisch Hall-Außendienstmitarbeiter in Bayern insgesamt knapp 43.000 Bank-, Baufinanzierungs-, Versicherungs- und Fondsprodukte für die Genossenschaftsbanken und die Verbundpartner Union Investment, R+V-Versicherung sowie die genossenschaftlichen Hypothekenbanken. Das sind beinahe 20 Prozent mehr als im Jahr davor.
Wohneigentum: Altersvorsorge auch aus dem Bestand
Im Altersvorsorgemarkt und speziell beim Wohneigentum sieht Schwäbisch Hall-Landesdirektor Waltersbacher echte Chancen: Die Menschen haben verinnerlicht, dass zusätzliche private Vorsorge notwendig ist. Und das selbst genutzte Wohneigentum ist für 66 Prozent der Deutschen die ideale Altersvorsorge. Nach Prognosen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung wird die Wohneigentumsquote in Bayern von heute 49 Prozent auf über 53 Prozent im Jahr 2015 steigen. Für München, Regensburg und Nürnberg und deren Umland sind die Wachstums- und Bevölkerungsprognosen positiv. Sie lassen eine zunehmende Nachfrage nach Wohneigentum erwarten. Verstärkt wird diese Entwicklung in den Wachstumsregionen Bayerns durch mittel- und langfristig wirkende Trends wie die zunehmende Zahl der Haushalte oder der steigende Wohnflächenbedarf pro Kopf.
An Bedeutung gewinnen wird die Finanzierung von Investitionen in bestehende Gebäude. Mehr als 60 Prozent des Bauvolumens entfallen auf den Modernisierungsmarkt. Dieses Potenzial ergibt sich aus der Tatsache, dass vier von fünf Wohnungen in Bayern älter als 20 Jahre sind. Neue staatliche Vorschriften und Richtwerte für den Energieverbrauch, beispielsweise der Energiebedarfsausweis, geben zusätzliche Impulse.
Bausparvertrag als Ankerprodukt
Für 83 Prozent der Deutschen ist Bausparen ein hervorragender Weg zum selbst genutzten Wohneigentum. Deshalb betrachtet Waltersbacher die Perspektiven für das Bauspar- und Baufinanzierungsgeschäft für dieses Jahr positiv: Die Sicherheitsorientierung der Sparer hält an. Die Bausparneigung der Gesamtbevölkerung liegt sehr hoch, besonders bei Kunden der genossenschaftlichen Banken. Seine Flexibilität und seine Eignung als idealer Ergänzungsbaustein für Baufinanzierungsprodukte der Genossenschaftsbanken machen das Bausparprodukt besonders attraktiv.
Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken ausbauen
Die zunehmende Differenzierung der Wohnungsmärkte stelle eine Herausforderung für alle Finanzierungsinstitute dar, erläuterte der Schwäbisch Hall-Landesdirektor und ergänzte: Die 370 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bayern sind dafür sehr gut aufgestellt. Ihre Präsenz vor Ort sei eine gute Voraussetzung, um sich als regionale Kompetenzträger in der privaten Baufinanzierung zu profilieren. Die Kenntnis der regionalen Märkte stärke ihre Position zusätzlich. Ergänzt werde diese Stärke durch die Immobilienkompetenz von Schwäbisch Hall und die enge Verzahnung mit dem mobilen Vertrieb.
Ausblick 2005
Im laufenden Jahr will Schwäbisch Hall die erfolgreiche Unternehmensentwicklung in Bayern fortsetzen. Gemeinsam mit den Kreditgenossenschaften sieht sich Waltersbacher gut positioniert, um im härter werden Verdrängungswettbewerb bei der privaten Baufinanzierung zu bestehen und die Marktanteile weiter auszubauen.