C.A.R.M.E.N.-Info-Abend - Holzpellets, Wärme aus Holz Kaminkehrer und Heizungsbauer zeigten großes Interesse für Alternativen zu Heizöl und Gas
Straubing * Das Interesse am Heizen mit Holz nimmt deutlich zu. Kleine, gepresste Holzpellets bieten sich als umweltfreundliche Alternative zu Heizöl und Erdgas an. Zu einem Info-Abend über Holzpellets und Pelletheizanlagen lud C.A.R.M.E.N. am 5. Dezember Heizungsbauer und Kaminkehrer aus ganz Niederbayern in das Straubinger Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe ein. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Straubinger Innung für Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik und der Niederbayerischen Kaminkehrer-Innung.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Peter Leutner, Innungsobermeister der Innung für Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik und Hans Ritt, Innungswart der Kaminkehrer-Innung, stellte Monika Benz, Diplom-Biologin bei C.A.R.M.E.N., die Aufgaben von C.A.R.M.E.N. vor. Es folgte ein ca. einstündiger Vortrag durch Matthias Gaderer vom Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. München (ZAE Bayern). Die rund 70 Besucher informierten sich über die Konsequenzen der schwindenden Ölvorkommen, die Folgen für den Heizölpreis und die gestiegene CO2-Konzentration der Atmosphäre. Holzpellets können hier eine echte Alternative zu Heizöl und Gas darstellen. Die kleinen zylindrischen Presslinge müssen aber der Deutschen Industrie Norm (DIN) oder der Österreichischen Norm (ÖNORM) entsprechen. Nur unbehandeltes Holz ist zur Pellet-Produktion zugelassen, eventuell sind geringe Mengen von Presshilfs- oder Bindemitteln erlaubt. Den zahlreichen Interessenten wurde empfohlen, sich anhand der Prüfzeugnisse von der Qualität der Pellets zu überzeugen. Der Bedienkomfort einer Pelletheizung steht dem einer Öl- oder Gasheizung nicht nach. Der zu anderen Holzformen vergleichbar kleine Lagerraum spricht ebenfalls für diese Art des CO2-neutralen Heizens. Mit der Präsentation technischer Varianten von Feuerungsanlagen schloss Gaderer seinen anschaulichen Vortrag.
Zum Abschluss der Info-Veranstaltung stellte Dr. Ruth Brökeland, Projektmanagerin in der Energieabteilung bei C.A.R.M.E.N., die Fördermöglichkeiten und -voraussetzungen nach dem Marktanreizprogramm des Bundes vor. Diese bieten sich für kleinere Anlagen von Privatleuten, kleineren und mittleren Unternehmern an.
Die große Teilnehmerzahl, der rege Erfahrungsaustausch, die gezielten Fragen und regen Diskussionen zeigen, dass in der Praxis ein großes Interesse an Pelletheizanlagen besteht. C.A.R.M.E.N. schließt mit dieser Veranstaltung an eine Reihe von Fachgesprächen zum Thema Holzpellets an, die in allen bayerischen Regierungsbezirken stattfinden. Infos zu C.A.R.M.E.N. und weiteren Veranstaltungen gibt es im Internet unter http://www.carmen-ev.de oder direkt bei C.A.R.M.E.N. (schu)