Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn eröffnete das Zukunftsforum Landfrauen

Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn eröffnete das Zukunftsforum Landfrauen

Das Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft teilt mit:

"Informationen - Ideen - Initiativen" - so lautet das Motto des ersten nordrhein-westfälischen Zukunftsforums Landfrauen, das Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn heute in Dortmund eröffnete. Die Veranstaltung, die vom Landwirtschaftsministerium und den Landfrauenverbänden ins Leben gerufen wurde, soll gemeinsam mit den Bäuerinnen neue Wege in der selbständigen Erwerbstätigkeit auf dem eigenen Hof erarbeiten. Der Hintergrund dieses Projektes ist, daß die Familieneinkommen in der Landwirtschaft zurückgehen und daher viele Höfe aufgegeben werden müssen."Für mich gehört die Arbeit der Bäuerinnen in den Mittelpunkt der Agrar- und Umweltpolitik in Nordrhein-Westfalen, denn Frauen sind ein entscheidender Motor bei der Entwicklung von Perspektiven zum Erhalt bäuerlicher Betriebe. Bäuerinnen fördere ich und mache ihnen Mut, neue Ideen für die Erwerbstätigkeit in den landwirtschaftlichen Betrieben tatkräftig umzusetzen. Deshalb habe ich allein in den letzten beiden Jahren eine halbe Millionen DM für Projekte der Landfrauen bewilligt. Ich bin sehr zuversichtlich, daß gerade Frauen mit Flexibilität und Engagement ihre eigene Lebenssituation verbessern können und damit für uns alle die Zukunft der Landwirtschaft sichern", sagte die Ministerin in ihrer Eröffnungsansprache.

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich in Nordrhein-Westfalen seit 1970 von 136.000 auf 70.000 fast halbiert und immer weniger Menschen finden in der Landwirtschaft Arbeit. Insbesondere für Frauen aber ist der ländliche Raum ein schlechter Arbeitsmarkt. Zusätzlich versorgen die Bäuerinnen oft eine große Familie. Daher versuchen Frauen in der Landwirtschaft seit langem, mit selbständiger Tätigkeit auf dem Hof zu bleiben und trotzdem ihren Anteil am Familieneinkommen zu verbessern.

Das Spektrum der alternativen Erwerbsmöglichkeiten auf Bauernhöfen ist noch lange nicht erschöpft. Seit Jahren etabliert haben sich z.B. die Ferien auf dem Bauernhof oder andere Dienstleistungsangebote, wie Kindertagesstätten und Seniorenausflüge. Breiteren Raum wird in Zeiten kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher auch die regionale Vermarktung und eine Verstärkung der Direktvermarktung einnehmen. Beliebt ist das Bauernhofcafé ebenso wie ein eigener Partyservice. Der unternehmerischen Eigeninitiative ist kaum eine Grenze gesetzt. Das Zukunftsforum Landfrauen will über Erfahrungen mit erfolgreichen Projekten informieren, aber auch ganz neue Denkanstöße liefern.

"Vor allem bäuerliche Familienbetriebe leiden unter einem zurückgehenden Einkommen. Gerade diese Betriebe müssen aber gefördert werden", betonte die Ministerin, "da sie die Basis für eine regionale Vermarktung der Produkte sichern. Dies schont die Umwelt durch kurze Transportwege und für den Verbraucher ist die Herkunft der Agrarprodukte gesichert. Die Agrar- und Umweltpolitik muß dem Grundsatz der Nachhaltigkeit entsprechen und den Menschen auf den Bauernhöfen eine soziale Perspektive bieten."


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