Umweltministerin Bärbel Höhn und der Premierminister der südafrikanischen Provinz Mpumalanga, Ndaweni Mahlangu, unterzeichnen Vereinbarung zum Ausbau der Zusammenarbeit
Umweltministerin Bärbel Höhn und der Premierminister der südafrikanischen Provinz Mpumalanga, Ndaweni Mahlangu haben heute in Nelspruit, der Hauptstadt von Mpumalanga, eine Vereinbarung zum Ausbau der Freundschaft und Zusammenarbeit unterzeichnet. Damit soll die Kooperation, die der damalige Ministerpräsident Johannes Rau 1995 mit einem Vertrag begründet hat, um wesentliche Bereiche weiterentwickelt werden. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Acht Jahre nach dem Ende der Apartheid ist Mpumalanga ein Land mit vielen Chancen und Problemen. Gemeinsam wollen wir dazu beitragen, die Umweltsituation zu verbessern und einen Beitrag zur Verringerung der Arbeitslosigkeit zu leisten. Wir möchten die Zusammenarbeit um die Bereiche Nachhaltige Entwicklung, Agenda 21 und Umweltschutz erweitern und uns gemeinsam auf den Johannesburger Weltgipfel 2002 vorbereiten. Es ist wichtig, dass wir ganz konkrete Projekte initiieren und fortführen. Wir wollen die Provinz auch beim Aufbau von zukunftsfähigen Strukturen in der Verwaltung und in der Ausbildung unterstützen."
Zu den vom Land Nordrhein-Westfalen bisher geförderten Maßnahmen gehört der Bau von 85 Häusern für Opfer der großen Überschwemmungskatastrophe Anfang des Jahres 2000. Außerdem werden Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitslose und das Projekt "Sport against Crime" zur Bekämpfung der Jugendkriminalität durchgeführt. In diesem Jahr werden insgesamt acht Vorhaben unterstützt. Ministerin Bärbel Höhn hat während ihres viertägigen Südafrikaaufenthaltes, der am morgigen Samstag endet, Experten aus dem Umwelt- und Landwirtschaftsbereich zu einem Erfahrungsaustausch nach Nordrhein-Westfalen eingeladen.
Das Land Nordrhein-Westfalen und die Partnerprovinz Mpumalanga sind in der Vereinbarung übereingekommen, in folgenden Feldern weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu prüfen:
* Umweltpolitik, -management und nachhaltige Entwicklung
* Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen
* Ökotourismus
* Unterstützung von klein und mittelständisch strukturierter Landwirtschaft
* Berufsausbildung und Fortbildung von Fachkräften
* Sport, Freizeit, Kunst und Kultur
* Public Private Partnerships mit der Wirtschaft sowie die Kooperation mit Nicht-Regierungsorganisationen.