Layher AllroundGerüst überspannt 16 Meter
Bei den Umbau- und Erweiterungsarbeiten am Klinikum in Saarbrücken sollte ein bestehender Flachdachtrakt aufgestockt werden. Weder Dach, Wand noch Fundament dieses Bauwerks waren aber ausreichend dimensioniert um die zusätzliche Last aufnehmen zu können. So wurden die zusätzlichen Etagen dem Bestand zunächst als Stahlgerippe übergestülpt, die Last in außen liegende, neue Stützen abgeleitet.Es bot sich an, das zukünftige Dach auf die Stahlträger zu setzen und anschließend von oben herunter zu bauen. Der Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass das neue Dach sofort Bestand und neue Etagen vor schädlichen Witterungseinflüssen schützt. Den Zugang zu den Teilen des neuen Stahltragwerkes musste für alle beteiligten Handwerker über ein Flächengerüst sichergestellt werden. Dies wollten die Gerüstbauer zwischen altem und neuem Dach montieren. Doch selbst für diese Belastung war das bestehende Flachdach nicht ausgelegt. Also musste das Gerüst von einer Fassade des Bestandes zur gegenüberliegenden Seite im Innenhof gespannt werden. Im ungünstigsten Fall ergab sich damit eine Spannweite von 16 m. Friedrichsthaler Gerüstbau Zimmer GmbH hat die Lösung für diese anspruchsvolle Aufgabe mit Layher AllroundGerüst realisiert.
Es ist durch höchste Flexibilität, unübertroffene Qualität und das lückenlose Teileprogramm, gerade auch für diese Anwendung das ideale Handwerkszeug. Die Idee sah vor, das Gerüst über eine Höhe von 4 m, also über zwei Lagen, mit Diagonalen als Gittertäger auszubilden. Dabei setzt die Saarländer Firma nur Layher Serienteile ein.
Die Umsetzung gestaltete sich wegen der zahlreichen Zwangspunkte vor Ort sehr diffizil. Um das geeignete Achsraster für das Gerüst festlegen zu können, musste neben den Gebäudeabmessungen, samt Innenhof und angrenzendem Gebäudetrakt, auch die Lage von 25 Lichtkuppeln berücksichtigt werden. Dies war notwendig, da der Untergurt des Gitterträgers nicht unterbrochen werden durfte. Durch eine Kombination von unterschiedlichen Feldlängen, sowohl im Flächengerüst als auch im stützenden Fassadengerüst und deren Abstimmung aufeinander, konnten die Friedrichsthaler diesen gordischen Knoten lösen.
Eine weitere Schwierigkeit ergab sich über den Eckbereichen des bestehenden U-förmigen Bauwerks. Dort fehlte auf einer Seite das stützende Gerüst. Dieses fehlende Auflager wurde mittels, an Stahlseilen von der übergestülpten Stahlkonstruktion abgehängten, Gitterträgern geschaffen.
Die Gerüstkonstruktion aus etwa 20.000 m3 AllroundGerüst haben die Monteure mit ca. 2.000 m2 Stahlböden ausgelegt. Für die komplette Montage, zusammen mit den 2.500 m2 Blitz Gerüst am neuen Treppenhaus, haben die Gerüstbauer nur fünf Wochen benötigt. Sie haben mit Layher Gerüstsystemen stets das geeignete Material eingesetzt um wirtschaftlich arbeiten zu können. Selbst wenn, wie auf dieser Baustelle, ausnahmsweise von oben nach unten gebaut wurde.