Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: EU-Kommission gibt grünes Licht für höhere Prämien im Öko-Landbau
Der zuständige Ausschuss für Agrarstruktur und ländliche Entwicklung bei der Europäischen Kommission hat heute den nordrhein-westfälischen Antrag auf Erhöhung der Prämien für Landwirte genehmigt, die in diesem Jahr auf ökologischen Landbau umstellen. Damit können jetzt die Landwirtschaftskammern die über 350 vorliegenden Anträge auf Umstellung bewilligen. Mit den zusätzlichen fast 13.000 Hektar wird die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Nordrhein-Westfalen binnen eines Jahres um 50 Prozent auf über 37.000 Hektar steigen. Dies sind 2,5 Prozent aller landwirtschaftlich genutzten Flächen.
"Mit dieser Genehmigung durch die Europäische Kommission haben die Landwirte jetzt die notwendige Rechtssicherheit," erklärte Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn dazu heute in Düsseldorf. "Mit den höheren Prämien helfen wir den Betrieben, die ersten zwei Jahre ohne finanzielle Einbußen zu überstehen. In dieser Zeit der Umstellung dürfen die Produkte noch nicht als Ökoprodukte vermarktet werden."
Rückwirkend zum 1.Juli 2001 werden die Flächenprämien in den ersten beiden Jahren der Umstellung gegenüber den bisherigen Prämiensätzen verdoppelt. Für Acker- und Dauergrünlandflächen werden jeweils 800 Mark/Hektar, für Gemüseflächen 2.000 Mark/Hektar und für Dauerkulturen 3.800 Mark/Hektar gezahlt. Im dritten bis fünften Umstellungsjahr gibt es für Acker- und Grünlandflächen noch 400 Mark/Hektar und Jahr, für Gemüseflächen jeweils 1.000 Mark/Hektar und für Obst und andere Dauerkulturen 2.000 Mark/Hektar. Ab dem sechsten Umstellungsjahr erhalten die Ökolandwirte jährlich 300 Mark/Hektar für Acker- und
Grünlandflächen, 500 Mark/Hektar für Gemüseflächen und 1.400 Mark/Hektar für Dauerkulturen. Die beabsichtigte Förderung von ökologisch bewirtschafteten Unterglasflächen musste dagegen zunächst um ein Jahr zurückgestellt werden. Die Kommission hat hier noch vertieften Anstimmungsbedarf gesehen und Nordrhein-Westfalen gebeten, diesen Antrag im nächsten Jahr nochmals vorzulegen.