Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: Mehr Fördergelder für die Umstellung auf Öko-Landbau und für artgerechte Tierhaltung

Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn: Mehr Fördergelder für die Umstellung auf Öko-Landbau und für artgerechte Tierhaltung

Landwirte, die auf ökologischen Landbau umstellen oder in besonders artgerechte Ställe investieren, erhalten dafür im kommenden Jahr deutlich höhere Fördergelder. Darauf haben sich die Agrarministerinnen und -minister von Bund und Ländern am Freitag ( 29. Juni 2001) in Bonn bei der Sitzung des Planungsausschusses für Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK) verständigt. " Dies ist ein wichtiger Schritt für die notwendige Neuausrichtung der nationalen Agrarförderung," erklärte Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn. " Von der Produktion über die Verarbeitung bis hin zur Vermarktung können wir jetzt bei der Umstellung wesentlich besser helfen. Wir werden auch davon Gebrauch machen, diese Fördermittel noch einmal um bis zu 20 Prozent aufzustocken. Ich habe bereits bei der Europäischen Kommission beantragt, bereits in diesem Jahr diese höheren Prämien auszahlen zu können. Das neue Prämienniveau ist ein guter Anreiz für die Landwirte, auf den ökologischen Landbau umzustellen."

In den ersten beiden Umstellungsjahren erhalten diese Betriebe künftig zwischen 550 und 2.400 Mark je Hektar. Die Höhe ist abhängig davon, ob die Landwirte auf ihren Flächen Obst, Gemüse, Getreide, oder Futter für ihre Tiere anbauen. Auch die Verbesserung des Absatzes für ökologisch und regional erzeugte Produkte wird zukünftig finanziell stärker gefördert. Bei der Investitionsförderung rückt der Tierschutz stärker in den Mittelpunkt. Ab 2002 gibt es keine Förderung mehr für Vollspaltenböden und die Anbindehaltung bei Rindern. Auch für die Käfighaltung von Legehennen gibt es ab 2002 keine Bundesmittel mehr. Hier setzte sich die Position Nordrhein-Westfalens durch, das die Käfighaltung bereits seit Jahren nicht mehr fördert. Dafür wird die Förderung für artgerechte Haltungsverfahren erhöht. Ein Kriterienkatalog hierfür wird bis zum Herbst gemeinsam zwischen Bund und Ländern erarbeitet.

" Hier ist Nordrhein-Westfalen eindeutig Vorbild. Bereits seit 1996 bieten wir hier eine solche Förderung mit großem Erfolg an, erklärte Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn. " Mehr als 130 Betriebe wurden mit insgesamt 20 Millionen Mark gefördert. Die überzeugenden Ergebnisse einer artgerechten Tierhaltung in Nordrhein-Westfalen haben jetzt dazu geführt, dass diese Förderung Vorbild für eine bundesweite Regelung wird."


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