Umweltministerin Bärbel Höhn und Verkehrsminister Ernst Schwanhold: Kostenloser Bürgerservice "Pendlernetz" fördert Fahrgemeinsc

Umweltministerin Bärbel Höhn und Verkehrsminister Ernst Schwanhold: Kostenloser Bürgerservice "Pendlernetz" fördert Fahrgemeinschaften für den Berufs- und Alltagsverkehr - Landesweites Agenda-Projekt hilft Fahrtkosten zu senken und CO2-Emissionen zu verringern

Umweltministerin Bärbel Höhn und Verkehrsminister Ernst Schwanhold haben heute den Startschuss für den landesweiten Bürgerservice "Pendlernetz" gegeben. Mit dieser Initiative wollen Kommunen im Internet unter www.nrw.pendlernetz.de einen schnellen und kostenlosen Mitfahrservice anbieten. Der Bürgerservice "Pendlernetz" ist eines von insgesamt 50 ausgewählten Agenda-Projekten und -Netzwerken der Agenda 21 NRW für ein zukunftsfähiges Nordrhein-Westfalen. In den nächsten drei Jahren soll der Mitfahrservice flächendeckend entwickelt werden und NRW-weit zur Verfügung stehen. Gegenwärtig sind bereits acht Kreise und sechs kreisfreie Städte in dem Projekt vernetzt (Kreise: Aachen, Borken, Coesfeld, Kleve, Recklinghausen, Steinfurt, Warendorf und Wesel; kreisfreie Städte: Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Krefeld, Münster und Remscheid). Umweltministerin Bärbel Höhn: "Mit dem internetgestützten Bürgerservice "Pendlernetz" wird vielen Menschen die Möglichkeit gegeben, auf schnelle und unkomplizierte Weise die für sich passenden Fahrgemeinschaften zu suchen, anzubieten und effektiv zu nutzen. Jeder einzelne leistet damit einen persönlichen Beitrag zur Reduzierung des Verkehrs. Damit können Bürgerinnen und Bürger Schadstoffe und Lärm vermindern. Gleichzeitig bauen sie Stresssituationen ab und schonen ihren eigenen Geldbeutel."

Verkehrsminister Ernst Schwanhold: "Die Vorteile liegen auf der Hand: geteilte Fahrtkosten und weniger Staus. Und gerade in Gegenden mit geringer Anbindung an Busse und Bahnen hilft das "Pendlernetz" den Menschen, flexibler zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz zu pendeln. Der Verkehr auf den Straßen ist an vielen Stellen inzwischen so groß, dass wir unsere Infrastruktur effektiver nutzen müssen. Im Durchschnitt sind die Pkw der Pendler nur mit einer Person besetzt. Wenn wir hier zu einer höheren Auslastung kommen, dann haben alle etwas davon, Mensch und Umwelt."

Allein in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Münster sind jeden Morgen über 1,5 Millionen Pendler auf den Weg zum Arbeitsplatz. In Nordrhein-Westfalen beläuft sich die Zahl auf insgesamt 3,4 Millionen Menschen. Gegenüber 1987 ist damit eine Steigerung von 35 Prozent zu verzeichnen. Gleichzeitig ist die Anzahl der Insassen pro PKW stetig zurückgegangen - im Bundesdurchschnitt fahren heute nur noch rund 1,4 Personen (1,04 bei Berufspendlern) in einem Fahrzeug.

Insgesamt werden alle Agenda-Projekte und -Netzwerke unter breiter Beteiligung von Partnern aus Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft, Gewerkschaften, Umwelt- und Verbraucherverbänden, Kirchen und anderen Organisationen gemeinsam mit der Landesregierung umgesetzt. Ziel ist es, die wirtschaftliche Entwicklung, soziale Gerechtigkeit und den Erhalt der Umwelt zu fördern.


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