Umweltministerin Bärbel Höhn: Grundstein für weitere Fortschritte in der Zusammenarbeit des Deutsch-Niederländischen Naturparks Maas-Schwalm-Nette gelegt - Bundesweit erster grenzüberschreitender Zweckverband für einen Naturpark nimmt in Roermond Arbeit auf
Die grenzüberschreitende Kooperation des Deutsch-Niederländischen Naturparks Maas-Schwalm-Nette wird ausgebaut. Umweltministerin Bärbel Höhn und Staatssekretärin Geke Faber vom Niederländischen Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Fischerei (LNV) haben heute in Venlo den Startschuss für einen gemeinsamen grenzüberschreitenden Zweckverband gegeben. Der deutsche Naturpark Schwalm-Nette (Kreise Heinsberg, Kleve, Stadt Mönchengladbach und Viersen) und 11 niederländische Gemeinden (Ambt-Montfort, Beesel, Echt, Haelen, Heel, Maasbracht, Roerdalen, Roermond, Swalmen, Thorn und Venlo) werden über diesen Zweckverband in Roermond mit gemeinsamer Geschäftsstelle zusammenarbeiten. Die Kosten der Geschäftsstelle (130.000 Euro) werden je zur Hälfte von niederländischer Seite und durch das Umweltministerium NRW getragen. Umweltministerin Bärbel Höhn: "Pflanzen und Tiere kennen keine Grenzen. Deshalb ist es wichtig, dass wir hier eine internationale Koordinationsstelle einrichten, die schnell und direkt handeln kann. Sie wird die Durchführung von konkreten Projekten zur Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft und zur Erholung der Menschen vorantreiben. Mit diesem Zweckverband, in dem deutsche und niederländische Vertreterinnen und Vertreter gleichberechtigt mitwirken, und der gemeinsamen Geschäftsstelle sollen vor allem auch EU-Fördermittel, die speziell für grenzüberschreitende Projekte bereitliegen, in die Region geholt werden. Die Besucherzahlen der Naturerlebnisgebiete haben gezeigt, dass solche Projekte erfolgreich sein können."
Bisher gab es nur eine Geschäftsstelle für den deutschen Teil des Naturparks in Viersen und eine über den Staatsvertrag von 1976 eingerichtete Beratende Kommission, mit der die niederländischen Gemeinden vertreten wurden. Diese konnte lediglich Vorschläge für Maßnahmen beiderseits der Grenze machen, die jetzt direkt durch den Verband beschlossen und durchgeführt werden können.
Die Einrichtung des gemeinsamen Zweckverbandes geht auf einen Vorschlag von Umweltministerin Bärbel Höhn vor fünf Jahren anlässlich des 20jährigen Bestehens des Staatsvertrages von 1976 zur Gründung des deutsch-niederländischen Naturparks Maas-Schwalm-Nette zurück.
Der Deutsch-Niederländische Naturpark Maas-Schwalm-Nette ist geprägt von einem ausgedehnten Gewässersystem: im Westen die Maas mit ihren großen Seen, die von Ost nach West und in die Maas fließenden Bäche Rothenbach, Bosbeek, Schwalm sowie die Nette mit ihren Seen im Norden. Hinzu kommt das dazwischen liegende rund 10.000 Hektar große Waldgebiet mit bedeutenden Naturschutzgebieten und dem Nationalpark Meinweg.