Umweltministerin Bärbel Höhn: Über 400 Unternehmen in ganz NRW haben sich an ÖKOPROFIT beteiligt – eine Erfolgsgeschichte für Wi

Umweltministerin Bärbel Höhn: Über 400 Unternehmen in ganz NRW haben sich an ÖKOPROFIT beteiligt – eine Erfolgsgeschichte für Wirtschaft und Umwelt

Über 400 Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen haben in den letzten fünf Jahren erfolgreich ein ÖKOPROFIT-Projekt abgeschlossen und damit sowohl bares Geld gespart als auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt geleistet. ÖKOPROFIT steht für "Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik", und dahinter verbirgt sich eine Aktion für den betrieblichen Umweltschutz, die vom NRW-Umweltministerium gefördert wird. Die Kommunen erarbeiten gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der teilnehmenden Unternehmen, der Agenda-21-Geschäftsstellen und der Verbände praktische Konzepte zur Einsparung von Energie, Wasser und Abfall. Vom kleinen Handwerksbetrieb über Pflegeeinrichtungen, Autohäuser und Hotels bis hin zur Gelsenkirchener Arena AufSchalke oder dem Allwetterzoo in Münster reicht die Bandbreite der Teilnehmer, die seit Beginn des Förderprogramms im Jahr 2000 eine eindrucksvolle Bilanz zusammengetragen haben: Insgesamt sparen sie jährlich 127 Gigawatt Strom ein, haben den Wasserverbrauch um 676.750 Kubikmeter pro Jahr reduziert und es fallen Jahr für Jahr 18.061 Tonnen weniger Müll an.
Umweltministerin Bärbel Höhn: "Oft reichen schon kleine Veränderungen in den betrieblichen Abläufen aus, um spürbar den Strom- und Wasserverbrauch sowie die anfallende Müllmenge zu reduzieren. Die 407 Unternehmen, die sich in den letzten Jahren von den ÖKOPROFIT-Expertinnen und -Experten haben beraten lassen, sparen so insgesamt 13 Millionen Euro Betriebskosten pro Jahr ein. Und dabei kann oft ein Großteil der Sparmaßnahmen ohne Investitionen durchgeführt werden. Wenn es darum geht, bei den Ausgaben zu sparen, denken viele Unternehmen zuerst an die Personalkosten. ÖKOPROFIT zeigt dagegen, dass die Ökoeffizienz im Mittelpunkt der Spardiskussion stehen sollte. Unser Ziel ist es, die Tonne Öl arbeitslos zu machen, und nicht die Menschen."

Allein in dieser Woche sind gleich vier ÖKOPROFIT-Projekte erfolgreich abgeschlossen worden: Als erstes interkommunales Projekt im Ruhrgebiet haben die Städte Gelsenkirchen, Gladbeck und Herne gemeinsam zum betrieblichen Umweltschutz aufgerufen. In Oberhausen, Marl und Dortmund sind jeweils Einzelprojekte zuende gegangen. Dabei war Dortmund nach 2001 und 2003 bereits zum dritten Mal dabei, insgesamt haben sich 32 Betriebe, Institutionen und Einrichtungen für mehr Wirtschaftlichkeit durch Umweltschutz entschieden. Eine vierte Runde für Dortmund ist bereits in Planung. NRW-weit sind inzwischen 33 Projekte abgeschlossen, weitere 19 mit rund 190 Unternehmen laufen zurzeit.

Klassische ÖKOPROFIT-Maßnahmen sind etwa der Einsatz von Energiesparlampen, der Einbau von Wasserspar-Armaturen, die Regulierung der Klimaanlage oder eine verbesserte Mülltrennung. Auch die Nutzung von Abwärme oder Abwasser kann den Produktionsprozess deutlich effizienter machen. Und schließlich gehört es zur Philosophie von ÖKOPROFIT, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der teilnehmenden Unternehmen eng mit einzubeziehen und für Umweltthemen zu sensibilisieren. Schulungen zum Stromverbrauch können ebenso bares Geld sparen wie Fahrertrainings, um den Benzinverbrauch des Fuhrparks zu senken.

Umweltministerin Bärbel Höhn: "Viele Unternehmerinnen und Unternehmer, die erfolgreich an einem ÖKOPROFIT-Projekt teilgenommen haben, stellen fest, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die direkte Einbindung viel motivierter an die Arbeit gehen und über den Projektzeitraum hinaus neue Ideen zur Verbesserung der Arbeitsabläufe entwickeln. Auch der Imagegewinn als besonders umweltfreundliches Unternehmen ist deutlich spürbar. Die Unternehmen profitieren zudem durch den Kontakt und Austausch mit den anderen Teilnehmern während des Projektes. In einigen Kommunen haben sich schon ÖKOPROFIT-Clubs gegründet, in denen Unternehmer, Experten und Kommune weiter über den Themenkomplex Umweltschutz diskutieren. Und schließlich nutzen einige Unternehmen die Erfahrungen, die sie während des ÖKOPROFIT-Projektes gewonnen haben, um anschließend eine Zertifizierung nach ISO 14001 oder EMAS anzustreben."

Das Umweltministerium bietet auch weiteren interessierten Kommunen und Kreisen finanzielle Fördermöglichkeiten für ÖKOPROFIT-Projekte an. Nähere Informationen über Fördermöglichkeiten sind schriftlich über das Referat VII-6 des Umweltministeriums NRW, Schwannstr. 3, 40476 Düsseldorf erhältlich.


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