Staatssekretärin Christiane Friedrich: Förderung des Landes ermöglicht Bau einer Lärmschutzwand in Bottrop – Lärmschutz als wich

Staatssekretärin Christiane Friedrich: Förderung des Landes ermöglicht Bau einer Lärmschutzwand in Bottrop – Lärmschutz als wichtiges Instrument zur Steigerung der Lebensqualität in den Städten

Das Umweltministerium unterstützt die Stadt Bottrop beim Bau einer Lärmschutzwand im Stadtteil Ebel mit 442.000 Euro. Die Schutzwand wird den Lärmpegel um sechs bis zehn Dezibel am Tag und zwei bis fünf Dezibel in der Nacht senken. In Bottrop-Ebel sind die Anwohnerinnen und Anwohner besonders starken Lärmbelästigungen ausgesetzt, neben der A 42 und der Güterbahnstrecke Essen-Bottrop Hbf sowie einem Recyclingbetrieb trägt insbesondere die Borbecker Straße, die pro Tag von über 30.000 Autos befahren wird, zur Lärmbelästigung des Stadtteils bei. Durch die Fördermittel, die über 70 Prozent der Gesamtbausumme ausmachen, wird der Bau der Lärmschutzwand überhaupt erst möglich.
Zum ersten Spatenstich heute in Bottrop machte Christiane Friedrich, Staatsekretärin im NRW-Umweltministerium, deutlich, wie wichtig eine fundierte Lärmschutzplanung ist: "Lärm ist in den Städten und Ballungsräumen Nordrhein-Westfalens eines der größten und bisher nicht gelösten Umweltprobleme. Wachsende Mobilität und ein verändertes Freizeitverhalten haben dazu geführt, dass die Lärmbelastung der Bürgerinnen und Bürger weiter angestiegen ist und zum Teil bereits gesundheitsgefährdende Ausmaße angenommen hat. Denn Lärm wirkt sich negativ auf die Lebensqualität und Gesundheit aus. Das Umweltbundesamt hat kürzlich eine Studie veröffentlicht, nach der Verkehrslärm und Arbeitslärm mit einem Anstieg des Herzinfarktrisikos verbunden sind. Neben den gesundheitlichen lassen sich aber auch soziale und ökonomische Auswirkungen des Lärms feststellen. Menschen, die es sich leisten können, ziehen aus lauten Stadtvierteln fort. Eine konsequente Lärmschutzplanung gehört also zur Erhaltung der Lebensqualität in den Städten unbedingt dazu."

Die Förderung in Bottrop erfolgt im Rahmen des NRW-Aktionsprogramms Lärmschutz. Um das Instrument der Lärmminderungsplanung in NRW voranzubringen, fördert das Umweltministerium Kommunen sowohl bei der Aufstellung der Pläne als auch bei der Realisierung von Maßnahmen, die auf einer abgeschlossenen Lärmminderungsplanung basieren, mit bis zu 80 Prozent.

Die Stadt Bottrop hat zunächst mit Fördermitteln des Ministeriums eine Lärmminderungsplanung für die Stadtteile Lehmkuhle und Ebel durchgeführt. Die Maßnahmenplanung der Stadt zeichnet sich in besonderer Weise dadurch aus, dass die Lärmschutzmaßnahmen mit den städtebaulichen Planungen verzahnt wurden. Die Maßnahmen beschränken sich dabei nicht nur auf den Straßenverkehr, sondern beziehen auch den Lärm aus Gewerbe und Zugverkehr mit ein.


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