Umweltministerin Bärbel Höhn: 25 ÖKOPROFIT-Projekte in Nordrhein-Westfalen abgeschlossen Bielefeld bereits zum zweiten Mal dabei
Jährlich über 13.816 Tonnen Abfall vermieden, 97,6 Millionen kWh Energie eingespart und mehr als 561.000 m3 Wasser weniger verbraucht das ist die stolze Bilanz der bisher abgeschlossenen 25 ÖKOPROFIT-Projekte in NRW, an denen sich insgesamt 306 Unternehmen beteiligt haben. Dabei haben sie zugleich bares Geld gespart: über 9,8 Millionen Euro.
Ökoprofit steht für "Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik", und dahinter verbirgt sich eine Aktion für den betrieblichen Umweltschutz, die vom NRW-Umweltministerium gefördert wird. Die teilnehmenden Unternehmen erarbeiten gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie mit Kommunen und Verbänden praktische Konzepte zur Einsparung von Energie, Wasser und Abfall. Dabei profitieren sie nicht nur finanziell durch die Ressourcenschonung, sondern erzielen oft auch einen zusätzlichen Imagegewinn als umweltfreundlicher Betrieb.
Umweltministerin Bärbel Höhn: "ÖKOPROFIT ist ein Projekt, das sich für jedes Unternehmen eignet, weil es eigentlich immer ein bisher unentdecktes Sparpotenzial gibt. Deswegen finden sich unter den Teilnehmenden kleine und mittelständische Betriebe ebenso wie kommunale Einrichtungen oder sogenannte "Exoten" wie die Arena Auf Schalke und der Allwetterzoo in Münster. Sie alle haben beachtliche Einsparpotenziale nutzen können, und damit bares Geld gespart, während gleichzeitig die Umwelt profitiert."
Bereits zum zweiten Mal mit dabei ist Bielefeld. Nach einem ersten Projekt, das im Februar 2003 abgeschlossen wurde, ehrte Umweltministerin Bärbel Höhn heute die 13 Teilnehmer der zweiten Runde. Darunter einen Friseursalon, ein Einrichtungshaus, eine Recyclingfirma, der Kirchenkreis sowie Senioren- und Rehabilitationseinrichtungen, zum Beispiel mehrere Einrichtungen der Bodelschwinghschen Anstalten Bethel. Die 13 Betriebe sparen jährlich 458 Tonnen Abfall, rund 1,32 Millionen kWh Energie und etwa 27.000 m3 Wasser und dadurch 373.000 Euro Betriebskosten pro Jahr. So verbraucht etwa IKEA jährlich ca. 347.000 kWh Energie weniger durch die Reduzierung der Beleuchtung im Einkaufs- und Parkhaus. Diese Maßnahme erforderte keine Investitionen und spart knapp 31.000 Euro an Stromkosten ein. Durch die Sortierung und getrennte Entsorgung von Stahlabfällen erhält die Metallwarenfabrik UMETA eine Rückvergütung von 15.000 Euro pro Jahr. Und die Textilveredelungsgesellschaft Windel wird in Zukunft Kühlwasser mehrfach nutzen und damit den Frischwasserverbrauch um 20.000 m3 jährlich senken. Der dafür getätigten Investition von 10.000 Euro steht ein Einsparvolumen von 55.000 Euro pro Jahr gegenüber.
Über zwanzig Prozent der an ÖKOPRIFIT teilnehmenden Unternehmen kommen aus dem kommunalen oder teilkommunalen Bereich. "Angesichts der angespannten Lage der öffentlichen Haushalte bietet sich hier ein Einsparpotenzial, das die Kommunen nicht ungenutzt lassen sollten", so Umweltministerin Bärbel Höhn. Einige Unternehmen nutzen zudem die Erfahrung des ÖKOPROFIT-Projekts für eine anschließende Zertifizierung nach ISO 14001 oder EMAS.
Kommunen und Unternehmen, die sich für ÖKOPROFIT interessieren, wenden sich an das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW, Referat VII-6, Schwannstraße 3, 40190 Düsseldorf.