Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn: Fehlernährung bei Kindern kommt uns teuer zu stehen Fachtagung zur Gesundheitsförderung an Ganztagsgrundschulen eröffnet
Die Frage "Was gibts zu essen?" hören nicht nur Eltern von ihren Kindern immer häufiger werden auch Betreuerinnen und Betreuer in Ganztagsgrundschulen danach gefragt. Denn seit den Sommerferien 2003 gehen immer mehr Kinder zu Ganztagsschulen, ihre Zahl wird nach dem Willen der Landesregierung bis zum Jahr 2007 deutlich steigen. Deswegen hat Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn die Schulen zu einer Fachtagung unter eben diesem Motto "Was gibts zu essen?" eingeladen. Ein gesundheitsförderliches Verpflegungs- und Bewegungsangebot an Ganztagsgrundschulen sowie Möglichkeiten zur Integration von Ernährungserziehung im Schulalltag und Unterricht stehen dabei im Mittelpunkt. Über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, vor allem aus dem Schulbereich, sind der Einladung ins Rheinische Industriemuseum gefolgt, um sich zu Fragen rund um die Themen "Ernährung und Bewegung in Schulen" zu informieren.
Verbraucherschutzministerin Höhn: "Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Kindern hängt maßgeblich von einer gesunden Ernährung und Bewegung ab. Experten sagen: Ein Drittel aller Krankheiten bei Kindern sind auf Fehlernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen. Das bedeutet in Zukunft nicht nur viel Leid für die Betroffenen, sondern das kommt uns alle teuer zu stehen. Wie wir momentan an der Diskussion um die Gesundheitsreform sehen, ist es besser und billiger, Krankheiten vorzubeugen."
Die Fachtagung verfolgt das Ziel, vor allem Ganztagsgrundschulen in Nordrhein-Westfalen bei der Umsetzung von gesundheitsfördernden Maßnahmen zu unterstützen. Schulen, die mit der Umstellung auf ein Ganztagsangebot konfrontiert sind und ein Verpflegungskonzept entwickeln müssen oder optimieren wollen, erhalten auf der Suche nach geeigneten Wegen umfangreiche Informationen, Anregungen für einen gesunden Schulalltag und praktikable Lösungsvorschläge auch für den Unterricht und die Nachmittagsgestaltung. Über zwanzig Fachorganisationen, die den Schulen in ihrem Bemühen um eine gesunde Ernährung und Bewegung mit einem entsprechenden Beratungs- und Serviceangebot unterstützend zur Seite stehen, beteiligen sich zudem am Rande der Fachtagung an einem "Markt der Möglichkeiten".
Das Verbraucherschutzministerium führt die Fachtagung in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, der Universität Paderborn, der Landwirtschaftkammer Nordrhein-Westfalen, den nordrhein-westfälischen Landfrauenverbänden, der Landesvereinigung Milchwirtschaft, dem Verein Stadt und Land e.V. sowie der AOK Westfalen-Lippe und Rheinland durch, die ebenfalls mit Informationsständen beim "Markt der Möglichkeiten" vertreten sind.