Nach Fleischskandal: Verarbeiter von Abfällen in NRW kontrolliert
Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach dem bayerischen Fleischskandal hat das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium alle im Land ansässigen Verarbeiter von Fleischabfällen kontrollieren lassen. Dabei seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden, sagte am Mittwoch ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf. Landesweit sei etwa ein halbes Dutzend Betriebe darauf überprüft worden, ob sie Fleischabfälle zur Lebensmittelproduktion weiterverkauft haben.
Von der Fleischfirma im niederbayerischen Deggendorf, die rund 760 000 Kilogramm Geflügelabfälle als genusstaugliche Ware verkauft haben soll, wurden im ersten Quartal 2005 auch zwei Firmen in Nordrhein-Westfalen beliefert. Die damit hergestellten Produkte seien verkauft und wahrscheinlich bereits verzehrt, sagte der Sprecher. Eine Gesundheitsgefahr für die Konsumenten habe aber zu keinem Zeitpunkt bestanden. Namen der in NRW betroffenen Unternehmen nannte der Sprecher nicht. "Sie sind Opfer, nicht Täter", sagte er.