Insolvente Zinkhütte Sudamin MHD in Duisburg:
Akute Gefahren für die Umwelt abgewendet
Die Landesregierung hat mögliche Umweltgefahren durch die insolvente Zinkhütte Sudamin MHD in Duisburg abgewendet. Die Staatssekräte von Umwelt- und Wirtschaftsministerium, Alexander Schink und Jens Baganz, haben heute (19. August) Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland und dem Insolvenzverwalter die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr erläutert. Dazu gehören die Entleerung und Entsorgung eines mit Dioxin hochbeladenen Aktivkoksfilters und der vorläufige Weiterbetrieb der Betriebskläranlage. Auch für die auf dem Gelände gelagerten rund 10.000 Tonnen konzentrierter Schwefelsäure soll eine Lösung gefunden werden."Die Umweltbehörden werden die zur Gefahrenabwehr notwendigen Maßnahmen sicherstellen. Akute Gefahren für Nachbarschaft und Umwelt sind abgewendet. Für die Maßnahmen wird das notwendige fachkundige Personal der Sudamin MHD GmbH eingesetzt. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch für die noch anstehenden Fragen gemeinsam mit allen Beteiligten eine Lösung finden werden", sagte Umwelt-Staatssekretär Alexander Schink.
Das Staatliche Umweltamt Duisburg sorgt für die Ersatzvornahme zur Sicherung und Entleerung des Filters sowie der anschließenden Beseitigung des Aktivkokses durch eine fachkundige Entsorgungsfirma in einer Hochtemperaturverbrennung. Darüber hinaus wird auch die Entsorgung von quecksilberhaltigem Schlamm durch das Staatliche Umweltamt Duisburg veranlasst.
Die Bewachung der Anlagen und des Betriebsgeländes wird im Wege der Ersatzvornahme durch das Staatliche Umweltamt Duisburg sichergestellt. Die Behandlung des Niederschlagswassers des Betriebsgeländes wird für einen Übergangszeitraum von einem Monat sichergestellt. Dies wird durch die Bezirksregierung Düsseldorf veranlasst. Für die Erstellung eines langfristigen Abwasserbeseitigungskonzeptes wird das Land NRW eine Konzeptstudie in Auftrag geben, die in vier Wochen vorliegen und sofort umgesetzt wird.
Darüber hinaus wurde weiter vereinbart, zusammen mit dem Insolvenzverwalter eine bestmögliche Verwertung des MHD-Geländes anzustreben. In dem von allen Seiten als sehr konstruktiv bewerteten Gespräch sicherte Wirtschafts-Staatssekretär Jens Baganz eine schnelle Prüfung der Frage zu, ob und in welchem Umfang ein Grunderwerb durch die "duisport" vom Wirtschaftsministerium gefördert werden kann. Wenn die Fördervoraussetzungen erfüllt sind, kann das Land die Sanierung und Herrichtung des MHD-Geländes für die Ansiedlung von Logistikunternehmen mit Mitteln des Landes und der EU unterstützen.
"Die Landesregierung wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles tun, um Beschäftigungsmöglichkeiten an diesem Standort zu erhalten und auszubauen. Vorrangig ist jetzt die umweltgerechte Sicherung und Gefahrenabwehr durch die Umweltbehörden. Danach werden wir gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter, der Stadt und den Verantwortlichen der Duisburger Hafen AG schnellstmöglich weitere Schritte zur Neunutzung des MHD-Gründstücks einleiten", erklärte Baganz.