Umweltministerin Bärbel Höhn: Neue Lärmschutzwand in Bottrop-Ebel steigert Lebensqualität Landesförderung ermöglicht Bau
Umweltministerin Bärbel Höhn hat heute eine mit Landesmitteln geförderte Lärmschutzwand im Bottroper Stadtteil Ebel eingeweiht. Insgesamt 442.000 Euro, das entspricht 72 Prozent der Gesamtkosten, hat das Umweltministerium im Rahmen seines Aktionsprogramms Lärmschutz investiert, um die Lebensqualität in Bottrop Ebel zu verbessern. Der Stadtteil ist von verschiedenen Lärmquellen geprägt, die Autobahn 42, die Güterbahnstrecke Essen-Bottrop, ein Recyclingbetrieb sowie die täglich von rund 30.000 Autos befahrene Borbecker Straße sind die größten Lärmquellen. Mit dem Bau der Lärmschutzwand setzt die Stadt Bottrop einen zentralen Teil des Lärmminderungsplans in Ebel um.
Umweltministerin Bärbel Höhn: "Dauerhafter Lärm kann gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Wer ihm im Beruf oder zu Hause permanent ausgesetzt ist, hat nachweislich ein höheres Herzinfarktrisiko. Zusätzlich hat Lärm auch soziale und ökonomische Auswirkungen, denn laute Stadtviertel sind weniger attraktiv und wer es sich leisten kann, zieht weg. Die Stadt Bottrop hat mit einem Lärmminderungsplan für die Stadtteile Ebel und Lehmkuhle beispielhaft gezeigt, wie sich Lärmminderungsmaßnahmen mit der städtebaulichen Planung zur Stadteilerneuerung verbinden lassen."
Durch den Bau der 420 Meter langen Lärmschutzwand wird der Lärmpegel um bis zu zehn Dezibel gemindert. Wie sich eine Minderung des Straßenverkehrslärms positiv auf die Gesundheit und Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner auswirkt, soll eine aktuell laufende Untersuchung im Rahmen des nordrhein-westfälischen Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit zeigen. Mit Hilfe von Modellrechnungen und Befragungen, soll der Erfolg weiterer Maßnahmen geprüft und gemeinsam mit den Betroffenen nach ausgewogenen Lösungen gesucht werden.