Umweltministerin Bärbel Höhn und Schulministerin Ute Schäfer: Bildung als Schlüssel für eine zukunftsfähige Gesellschaft NRW-Auftaktkonferenz zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" mit über 450 Fachleuten
Nordrhein-Westfalen wird aktiv die von den Vereinten Nationen im Rahmen der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 bis 2014" anvisierten Maßnahmen und Ziele unterstützen. Das erklärten gemeinsam Umweltministerin Bärbel Höhn und Schulministerin Ute Schäfer anlässlich der Konferenz "auf-Takt!" in Düsseldorf. "Wir in NRW nehmen die Herausforderung an. Wir werden konkrete und lebendige Initiativen für Bildung und lebenslanges Lernen im Kontext der Globalisierung umsetzen." Nordrhein-Westfalen sei damit eines der ersten Bundesländer, das die UN-Dekade in Deutschland auf den Weg bringt.
Umweltministerin Bärbel Höhn: "Bildung ist der Schlüssel für eine nachhaltige, zukunftsfähige Gesellschaft. Die Vereinten Nationen haben deshalb die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung erklärt. In Nordrhein-Westfalen wird es in dieser Zeit zahlreiche Aktivitäten geben. Die heutige Konferenz mit 450 Teilnehmern war ein gelungener Auftakt."
Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer: "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung das ist Bildung für die Zukunft unserer Kinder, das ist Bildung für eine kinderfreundliche Gesellschaft auf dem Weg zu sozialer und globaler Gerechtigkeit. Die große Chance, die uns die UN-Weltdekade 2005 bis 2014 auch in NRW eröffnet, liegt darin, die Betroffenen in unsere Entscheidungen einzubeziehen. Denn Kinder und Jugendliche sind häufig Expertinnen und Experten in eigener Sache, vor allem wenn es um ihre Zukunft geht."
Für die Deutsche UNESCO-Kommission begrüßte Generalsekretär Dr. Roland Bernecker das Engagement der Landesregierung und bezeichnete die Ergebnisse der NRW-Konferenz als viel versprechenden Schritt. Die Deutsche UNESCO-Kommission ist auf nationaler Ebene mit der Durchführung und Begleitung der UN-Dekade betraut und hat dafür ein deutsches Nationalkomitee berufen. Vorsitzender des Komitees ist der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Gehard de Haan.
Umwelt- und Schulministerium, die Deutsche UNESCO-Kommission und das Aktionsnetzwerk Zukunft Lernen (AZUL) hatten zur Auftakt-Konferenz in Düsseldorf Akteure und Expertinnen und Experten aus allen Bildungsbereichen eingeladen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verständigten sich auf Grundzüge für einen NRW-Aktionsplan zur nachhaltigen Bildung, der die Globalisierung als Herausforderung und Chance für alle Bildungsbereiche begreift. Die rund 450 Fachleute aus zahlreichen Organisationen darunter die Bertelsmann Stiftung, das Bundesinstitut für Berufsbildung, der Volkshochschulverband, das Wuppertal-Institut und die Stiftung Umwelt und Entwicklung brachten hierfür Expertisen und Impulse in eine "Düsseldorfer Erklärung" ein. Diese "Düsseldorfer Erklärung" betont den Netzwerkgedanken und die Bedeutung des interkulturellen und globalen Lernens. Die Tagungsteilnehmer fordern in der "Düsseldorfer Erklärung" dazu auf, neue Zielgruppen aus allen Bevölkerungsschichten in nachhaltige Bildungsprozesse einzubeziehen.
Ein wichtiges Instrument zur Förderung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist auch die Kampagne "Agenda 21 in der Schule". Sie soll Partizipation, Selbstständigkeit und Verantwortungsbereitschaft bei Schülerinnen und Schüler stärken. Im nächsten Ausschreibungszeitraum werden auch Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der außerschulischen Jugendarbeit einbezogen.
Ein wichtiger Initiator für die Tagung ist das Bildungsnetzwerk AZUL. Hervorgegangen aus der Agenda 21 in NRW ist AZUL ein gutes Beispiel für eine ressortübergreifende Zusammenarbeit von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen, Einrichtungen und Verbänden. Auf der Tagung hat sich auch eine Landesarbeitsgemeinschaft NRW "Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung" gegründet, die Inhalte, Ziele und Methoden beruflicher Aus- und Weiterbildung stärker am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung orientieren will. Über zwanzig Initiativen und Verbände aus allen Bildungsbereichen präsentierten sich in einer begleitenden Ausstellung im Foyer des Messezentrums CCD.