Umweltministerin Bärbel Höhn: PCB-Belastung in Essen-Kray nahezu halbiert Weitere Reduzierung bis unter empfohlenen Wert der Weltgesundheitsorganisation ist nächster Schritt
Die PCB-Belastung in der Umgebungsluft im Umfeld der Firma Richter in Essen-Kray ist von 17,5 Nanogramm pro Kubikmeter (ng/m3) im Jahr 2000 auf 9,7 ng/m3 im Jahr 2003 gesunken. Das hat Umweltministerin Bärbel Höhn der Bürgerinitiative Essen-Kray mitgeteilt.
Umweltministerin Bärbel Höhn: "Die Halbierung der PCB-Belastung ist ein wichtiger Schritt für die Menschen, die in Essen-Kray leben. Wir arbeiten jetzt entschlossen weiter an der Verbesserung der Luftqualität. Unser Ziel ist es, einen Wert von unter 7 ng/m3 zu erreichen. Dieser Wert liegt unterhalb der Konzentration, der sich aus der von der Weltgesundheitsorganisation für tolerierbar erklärten PCB-Dosis pro Tag rechnerisch ergibt."
Zurückzuführen ist dieser Teilerfolg vor allem auf eine Reduzierung der Staubabwehungen vom Grundstück der Firma Richter. Diese tragen mit einem Anteil von 90 Prozent maßgeblich zu den durch den Betrieb verursachten Belastungen bei. Nach weitgehender Ausschöpfung aller technischen Möglichkeiten zur Staubreduzierung ist als weitere Maßnahme die Errichtung einer zusätzlichen Mauer vorgesehen, die nicht nur als Windschutz dienen, sondern durch die Integration von Boxen zur Schrottlagerung auch eine effektivere Reinigung der Lagerflächen erleichtern soll. Gegen die entsprechende Anordnung zum Bau der Mauer hat die Firma Richter geklagt.