Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn: Dioxin-Untersuchungsergebnisse für Eier aus dem Jahr 2004 liegen vor
Das Chemische Landes- und Staatliche Veterinäruntersuchungsamt in Münster hat jetzt die Untersuchungsergebnisse von Hühnereiern auf Dioxine vorgelegt. Im Jahr 2004 wurden insgesamt 48 Hühnereier aus verschiedenen Haltungsformen untersucht. Von den 48 Proben stammen 13 aus Freilandhaltung, 12 Proben aus Bodenhaltung und 23 Proben aus Käfighaltung. In allen Proben, und damit auch in allen Proben aus Käfighaltung, wurden Spuren von Dioxin festgestellt. 47 Proben liegen innerhalb der Spanne von 0,14 bis 2,12 Pikogramm pro Gramm Fett. Eine Probe aus der Freilandhaltung erreicht den Wert von 3,08 Pikogramm pro Gramm Fett. Hierzu stellt das staatliche Labor fest, dass unter Berücksichtigung der analytischen Schwankungsbreite alle Proben unterhalb des Höchstgehaltes von drei Pikogramm pro Gramm Fett lagen. Diesen Grenzwert der EU-Verordnung müssen jetzt seit Jahresbeginn 2005 alle Eier, auch aus Freilandhaltung und intensiver Bodenhaltung einhalten.
"Die Untersuchungsergebnisse bestätigen Daten aus dem Jahr 2003, als wir in Nordrhein-Westfalen bereits im Vorfeld der neuen Grenzwerte ein eigenes Untersuchungsprogramm durchgeführt haben," erklärte Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn. "Die Debatte der vergangenen Tage und die inzwischen aus den anderen Bundesländern vorliegenden Untersuchungsergebnisse machen sehr deutlich klar, dass es den Initiatoren dieser Dioxindebatte nicht um den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher geht, sondern um die Interessen der Eierproduzenten, die weiter die Käfighaltung als beste Haltungsform für ihre Legehennen sehen. Dioxine sind hoch giftig. Jede Dioxinbelastung ist zu vermeiden. Wir werden deshalb weiterhin alles unternehmen, um Belastungen für den Menschen so weit wie möglich zu reduzieren. Ich halte es jedoch für unverantwortlich, die Menschen zu verunsichern, weil man in Wirklichkeit wirtschaftliche Interessen der Käfighaltung durchsetzen will."
Die vollständigen Untersuchungsergebnisse der Hühnerei-Untersuchungen des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie hier:
Tabelle 1
Tabelle 2