Umweltministerin Bärbel Höhn: Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Europa und in NRW schreitet voran Konferenz beleuchtet Status quo und Perspektiven für Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen arbeitet weiter aktiv an der Umsetzung der von der EU vorgegebenen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), nach der bis zum Jahr 2015 für die Oberflächengewässer und das Grundwasser ein guter Zustand erreicht werden muss. Nachdem bis Ende des Jahres 2004 für alle Oberflächengewässer und für das Grundwasser in NRW die vorgeschriebene Bestandsaufnahme erfolgt ist, hat Umweltministerin Bärbel Höhn für den 12. und 13. Januar zu einer internationalen Fachkonferenz nach Berlin eingeladen. Vertreterinnen und Vertreter der EU-Kommission, der NRW-Nachbarstaaten, des Ministeriums, der Wasserverbände und der beteiligten Fachbehörden des Landes diskutieren dort darüber, wie sich die ökologischen Anforderungen der WRRL mit der wirtschaftlichen Nutzung der Gewässer vereinbaren lassen.
Umweltministerin Bärbel Höhn: "Das Land Nordrhein-Westfalen fördert bereits seit vielen Jahren zahlreiche Maßnahmen zum Gewässerschutz, durch die einige beachtliche Erfolge erzielt werden konnten, wie etwa die Rückkehr der Lachse in den Rhein oder die Renaturierung der Emscher. Trotzdem bleibt in den nächsten Jahren viel zu tun, wenn wir die EU-Vorgaben eines umfassenden Gewässerschutzes erfüllen wollen. Eine Verbesserung erreichen wir aber nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Deswegen ist ein Austausch wie auf dieser Fachkonferenz besonders wichtig. Es gibt einige Bereiche, die anlässlich der Tagung zwischen den unterschiedlichen Nutzern der Gewässer zu diskutieren sind, etwa was den Eintrag von Schadstoffen und Nährstoffen in die Oberflächengewässer und das Grundwasser betrifft, aus denen unsere Trinkwasserversorgung gewährleistet wird."
Die Staatlichen Umweltämter in Nordrhein-Westfalen haben in den vergangenen drei Jahren eine umfassende Bestandsaufnahme zum Zustand der Gewässer durchgeführt. Damit sind erstmals alle wasserwirtschaftlich relevanten Daten zusammengestellt und bewertet worden. Fachbehörden, Wasserverbände und Naturschutzorganisationen haben dabei eng zusammengearbeitet. Die Daten sind für jeden im Internet einsehbar und zeigen, dass die Arbeitsschwerpunkte der nächsten Jahre eine Reduzierung der Schadstoffe, eine Verbesserung der Gewässerstrukturgüte und eine Verbesserung der Durchgängigkeit der Gewässer sein werden. Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen wird in Nordrhein-Westfalen großer Wert auf Transparenz und eine intensive Diskussion mit allen Betroffenen gelegt. Mit der Einstellung der Untersuchungsergebnisse ins Internet ist ein erster wichtiger Schritt für eine offene Zusammenarbeit gemacht. In den nächsten Jahren werden nun die Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme im Detail nachgeprüft und Maßnahmenprogramme erstellt.
Die von den Umweltämtern zusammengetragenen Daten sind unter den folgenden Internetadressen einsehbar:
www.flussgebiete.nrw.de
www.rheingraben-nord.nrw.de www.sieg.nrw.de
www.wupper.nrw.de www.erft.nrw.de
www.ruhr.nrw.de www.rur.nrw.de
www.emscher.nrw.de www.niers.nrw.de
www.issel.nrw.de www.ems.nrw.de
www.lippe.nrw.de www.weser.nrw.de