Land unterstützt Umbau des Emscher-Systems

Land unterstützt Umbau des Emscher-Systems

Die Emschergenossenschaft und die Kommunen der Emscherregion haben sich am 31.Oktober 2005 in der "Zukunftsvereinbarung Regenwasser" zu einem neuen Umgang mit Regenwasser verpflichtet. Als ein Projekt sollen in 15 Jahren 15 Prozent der an der Kanalisation angeschlossenen Fläche abgekoppelt werden. Die entsiegelten Flächen führen dazu, dass Niederschlagswasser dezentral entsorgt wird und die Kanalisation und die Abwasserbehandlung nicht belastet.
Das Umweltministerium unterstützt die Städte der Emscherregion und die Emschergenossenschaft beim abwassertechnischen Umbau der Emscher mit Zuschüssen. Für die Abkopplung von Flächen von der Kanalisation und die Vermeidung der Einleitung von gesammeltem Oberflächenwasser stellt das Umweltministerium in den Jahren 2006 bis 2010 jeweils 7 Millionen Euro aus Mitteln der Abwasserabgabe bereit.

Die Emschergenossenschaft muss bei der Errichtung der Kanalisation jährlich hohe Beträge investieren, um das zurzeit in der Emscher und ihren Seitenbächen oberirdisch abfließende Abwasser in Zukunft, wie in anderen Städten üblich, unterirdisch in geschlossenen Kanälen abzuleiten. Die Größe der zu errichtenden Kanäle hängt dabei maßgeblich von der angeschlossenen Fläche und der direkt damit in Zusammenhang stehenden, abzuleitenden Regenwassermenge ab.

Die erforderlichen Investition zur Trennung von Abwasser und Gewässer können auf diese Weise die Abwassergebühren auch langfristig sozial verträglich gestaltet werden und gleichzeitig einen ökologischen Nutzen bewirken.

Umweltminister Eckhard Uhlenberg: "In der Region rund um die Emscher müssen die Abwässer zukünftig getrennt und ordnungsgemäß abgeleitet und behandelt werden. Ziel ist es, soviel Oberflächenwasser wie möglich gar nicht erst in die Kanalisation gelangen zu lassen." In der "Zukunftsvereinbarung Regenwasser" haben sich die Emscherstädte, die Emschergenossenschaft und das Land zu diesem Ziel bekannt. Mit der Förderung bietet das Umweltministerium den Bürgern, den Städten und der Emschergenossenschaft einen Anreiz, dieses Ziel zu erreichen. Gleichzeitig können hohe Gebührensteigerungen vermieden werden. Den Umbau der Emscherregion hält Uhlenberg für einen wichtigen Baustein der Landespolitik.

Förderanträge können die Bürgerinnen und Bürger sowie die Kommunen in Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft stellen. Die entsprechenden Förderrandbedingungen sind dort bekannt.


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