Umweltminister Eckhard Uhlenberg: Die meisten EG-Badegewässer in NRW sind in sehr gutem Zustand Badegewässerkarte 2006 ist erschienen
Der positive Trend bei der Qualität der nordrhein-westfälischen Badegewässer setzt sich fort - von Jahr zu Jahr wird sie besser. Das zeigt die Badegewässerkarte 2006, die das nordrhein-westfälische Umweltministerium pünktlich zum Beginn der Badesaison herausgibt. In der Karte sind sämtliche 72 Seen und Talsperren mit insgesamt 88 Badestellen verzeichnet, die die Kreise in Nordrhein-Westfalen offiziell bei der Europäischen Union als Badegewässer gemeldet haben. Die Datenbasis der NRW-Badegewässerkarte 2006 sind die Messergebnisse der Vorjahresuntersuchungen.
Umweltminister Eckhard Uhlenberg: "Die hygienische Qualität unserer EG-Badegewässer war 2005 fast durchgehend sehr gut oder gut. Die Voraussetzungen für ein ungetrübtes Badevergnügen und eine erholsame Badesaison 2006 an nordrhein-westfälischen Stränden sind da. Jede und jeder Einzelne kann durch angemessenes Verhalten dazu beitragen, dass uns unsere Badegewässer auch in Zukunft mit guter Wasserqualität als attraktives Freizeitangebot zur Verfügung stehen. Die Natur braucht unsere Rücksicht, und wir brauchen eine funktionsfähige Natur für unser Leben und für eine erholsame Freizeit."
Im Jahr 2005 waren 69 EG-Badestellen "zum Baden sehr gut geeignet" und weitere 16 "zum Baden gut geeignet". Am Bettenkamper Meer in Moers wurden als einzigem Ort zeitweise Belastungen festgestellt. Deshalb wurde hier aus Vorsorgegründen 2005 ein befristetes Badeverbot ausgesprochen. An zwei weiteren Stellen, dem Strandbad Wamel am Möhnesee und dem Eiserbachsee in Simmerath, war im
vergangenen Jahr kein Badebetrieb möglich, weshalb die Wasserqualität nicht bewertet werden konnte. 2006 werden beide Stellen den Betrieb wieder aufnehmen, das Strandbad Wamel allerdings voraussichtlich erst im Laufe des Sommers.
Die Gesundheitsämter der Kreise und kreisfreien Städte überwachen die Qualität der EG-Badegewässer während der Badesaison nach einem EG-weit einheitlichen Standard. Alle zwei Wochen entnehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wasserproben, um insbesondere die bakterielle Belastung der Gewässer zu ermitteln. Außerdem schätzen sie dabei während einer Ortsbesichtigung des Badegebietes die hygienische Gesamtsituation des Badegewässers ab. Somit kann die aktuelle Situation an einem Badegewässer beurteilt und eine für die Badegäste geeignete Wasserqualität gewährleistet werden. Am Ende einer Badesaison werden die gesammelten Daten ausgewertet und in der Badegewässerkarte des folgenden Jahres gebündelt veröffentlicht.
Die Badegewässerkarte NRW kann kostenlos über den Infoservice des Umweltministeriums bestellt werden:
Tel.: 02 11 45 66 666
Fax: 02 11 45 66 388
E-Mail: infoservice@munlv.nrw.de
oder im Internet unter www.munlv.nrw.de
Aktuelle Informationen zur Qualität der NRW-Badegewässer erhalten Bürgerinnen und Bürger bei den Gesundheitsämtern ihrer Kreise und kreisfreien Städte.
Informationen über die Qualität der Badegewässer in ganz Europa erhalten Sie über www.europa.eu.int.