Ferkel sind nicht in den Handel gelangt - Tierische Fette waren unrechtmäßigerweise nicht auf der Verpackung der möglicherweise belasteten Futtermitteln angegeben
Nach bisherigem Kenntnisstand ist möglicherweise dioxinbelastetes Futtermittel für Ferkel aus den Niederlanden an einen landwirtschaftlichen Betrieb im nordrhein-westfälischen Kreis Borken geliefert worden. Dieser Betrieb wurde gestern nach der Benachrichtigung durch die niederländischen Behörden gesperrt. Proben der Futtermittel in diesem Betrieb werden auf Dioxine untersucht. Die Ergebnisse werden voraussichtlich in ein bis zwei Wochen vorliegen. In dem Betrieb gibt es zurzeit ca. 1.730 Schweine, darunter 500 Ferkel, die vermutlich mit dem Futtermittel ernährt wurden. Da die Ferkel jedoch erst ab Mitte Februar schlachtreif sein werden, sind sie nicht in den Handel gelangt.Das Futtermittel hätte auch ohne Dioxinbelastungen nicht in Deutschland an Nutztiere verfüttert werden dürfen, da es Tierfette enthält. Diese Tierfette waren jedoch weder auf dem Lieferschein noch auf der Verpackung angegeben. Das ist ein Verstoß gegen die in Deutschland geltenden Deklarationspflichten und unterläuft zudem das deutsche Verfütterungsverbot für tierische Fette an Nutztiere.
Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg: "Ich fordere die niederländischen Futtermittelbetriebe auf, sich an die deutschen Schutzbestimmungen zu halten."