Dialog mit internationalen Expertinnen und Experten zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie Tagung des Umweltministeriums am 17. und 18. Januar 2006 in Gelsenkirchen
Am 17./18. Januar 2006 treffen im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen rund 220 nordrhein-westfälische Fachleute und Expertinnen und Experten aus der EU-Kommission, aus anderen europäischen Staaten sowie anderen Bundesländern zusammen, um dort intensiv über die Umsetzung der EU- Wasserrahmenrichtlinie zu beraten. Zu der Tagung haben das nordrhein-westfälische Umweltministerium und die wasserwirtschaftlichen Vereinigungen, Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) und der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) eingeladen.
Staatssekretär Dr. Alexander Schink: "Mit unserer Wasserpolitik wollen wir in NRW auch in Zeiten knapper Kassen den bestmöglichen Zustand für die Gewässersysteme von Maas, Rhein, Ems und Weser erreichen. Bei dem dringlichsten Problem, der Verbesserung der Gewässergüte durch den Ausbau von Kläranlagen, liegt NRW im europäischen Vergleich sehr weit vorne. Unsere nächsten Schritte werden vor allem die Verbesserung der Gewässerstrukturen und die weitere Verminderung der Schadstoffeinträge aus Regenbecken und der Nährstoffeinträge in Bäche, Flüsse und das Grundwasser sein. Wir wollen den Zustand der Gewässer erhalten, schützen und wo möglich und nötig verbessern. Die aktuellen und vor allem die historischen Gewässernutzungen durch Bergbau, Industrie, Landwirtschaft und nicht zuletzt die starke Besiedlung dürfen und können nicht überall in einen für die Gewässer idealen Zustand zurückgeführt werden. Die Verbesserungsmaßnahmen müssen kosteneffizient und verhältnismäßig sein. Unser Ziel ist der Schutz der Umwelt und die Sicherung von Arbeitsplätzen."
Die Aufstellung von Maßnahmenprogrammen zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist eine große organisatorische und planerische Herausforderung. Nordrhein-Westfalen kann auf leistungsfähige Strukturen, ein großes Maß an Erfahrung und Know-how zurückgreifen, gleichzeitig steht die Landesregierung für innovative und kreative Ideen und einen intensiven Austausch mit anderen. Die Tagung im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen ist ein Element dieses intensiven Dialoges.