15 Unternehmen aus Remscheid, Solingen und Wuppertal für umweltfreundliches Wirtschaften mit ÖKOPROFIT ausgezeichnet
Umweltminister Eckhard Uhlenberg hat heute in Solingen 15 Unternehmen aus Remscheid, Solingen und Wuppertal ausgezeichnet, die erfolgreich an einem ÖKOPROFIT-Projekt teilgenommen haben. ÖKOPROFIT steht für Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik, und dahinter verbirgt sich eine Aktion für den betrieblichen Umweltschutz. Die teilnehmenden Unternehmen erarbeiten gemeinsam mit Experten sowie mit Kommunen und Verbänden praktische Konzepte zur Einsparung von Energie, Wasser und Abfall. Die 15 Teilnehmer aus dem Bergischen Städtedreieck produzieren so jährlich rund 200 Tonnen weniger Abfall und sparen Jahr für Jahr 4.800 Kubikmeter Wasser und etwa 2,4 Millionen Kilowattstunden Energie. "Betrieblicher Umweltschutz rechnet sich, wie die Unternehmen aus dem Bergischen Städtedreieck bewiesen haben. Zusammen haben sie bislang 64 Einzelmaßnahmen umgesetzt, um Wasser, Strom und Abfall zu sparen. Und das zahlt sich aus, denn die Betriebskosten wurden so um über 292.000 Euro gesenkt und das pro Jahr! ÖKOPROFIT ist damit ein gutes Beispiel dafür, dass sich durch freiwillige Leistungen der Wirtschaft viel im Umweltschutz erreichen lässt. Wir müssen nicht immer alles durch Vorschriften regeln", so Uhlenberg.
Vom Hotel bis zur Justizvollzugsanstalt, vom Krankenhaus bis zur Schule reicht die Palette der Teilnehmer, die oft mit kleinen Maßnahmen große Wirkung erzielt haben. So kann das Krankenhaus durch ein verbessertes Müllmanagement und ohne jede Investition 120 Tonnen Müll und damit 19.500 Euro jährlich einsparen. Ein Werkzeughersteller hat die Einstellungen seiner Heizungsanlage optimiert und damit ebenfalls ohne Investitionen eine jährliche Einsparung von etwa 220.000 Kilowattstunden Gas und 10.000 Euro erzielt. Solche Einsparpotenziale zu entdecken haben den teilnehmenden Unternehmen professionelle Berater geholfen. Unterstützung kam auch von den teilnehmenden Städten, deren Wirtschaftsförderungen und Agenda 21-Büros sowie der Industrie- und Handelskammer.
"Für viele Unternehmen ist die Teilnahme an einem ÖKOPROFIT-Projekt erst der Anfang", so Umweltminister Uhlenberg. "Oft nutzen sie die Erfahrungen zur Vorbereitung auf ein Umweltmanagementsystem nach EMAS oder ISO 14001. In vielen Städten NRW-weit tauschen sich die Teilnehmer zudem über das Projekt hinaus in regelmäßigen Treffen weiter aus. Und schließlich führt die Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu, dass sie auch weiterhin die Augen offen halten, um Einsparpotenziale in ihrem Unternehmen zu entdecken."
Seit dem Start im Jahr 2000 sind in Nordrhein-Westfalen 41 ÖKOPROFIT-Projekte erfolgreich abgeschlossen worden, insgesamt beteiligten sich 491 Unternehmen daran. Ihre bisherige Bilanz für die Umwelt: Fast 800.000 Kubikmeter Wasser, über 144 Millionen Kilowattstunden Strom und 34.844 Tonnen Abfall werden jährlich eingespart, die Betriebskosten so um knapp 15 Millionen Euro gesenkt. NRW-weit sind 16 weitere ÖKOPROFIT-Projekte bereits bewilligt oder werden bereits durchgeführt. Im Bergischen Städtedreieck wurden bereits drei frühere ÖKOPROFIT-Projekte erfolgreich abgeschlossen. Die Auftaktveranstaltung für das fünfte Projekt wird zurzeit geplant.