Sprung für Gewässerschutz am Obermain
Umweltminister Schnappauf bei der Einweihung neuer Kläranlagen in Altenkunstadt und Burgkunstadt
(Burgkunstadt) "Gewässerschutz und Lebensqualität am Obermain machen heute einen großen Schritt nach vorn", betonte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf bei der heutigen Einweihung der neuen Abwasserreinigung des Brauhauses Leikeim und der gemeinsamen Kläranlage von Altenkunstadt und Burgkunstadt.
Die kommunale Kläranlage in Burgkunstadt ist nach einer Bauzeit von weniger als einem Jahr und Investitionen von rund 12,8 Millionen Mark wieder auf dem Stand der Zeit. Mit einer Auslegung auf 20 000 Einwohnerwerte sind Burgkunstadt und Altenkunstadt gut gerüstet für die nächsten Jahrzehnte. Um die volle Reinigungsleistung und beste Wirtschaftlichkeit zu erreichen, muss jetzt noch das Kanalsystem vom Fremdwasser entlastet werden. Der Freistaat hat die Kläranlage in Burgkunstadt mit 2,8 Millionen Mark bezuschusst.
Mit 1,3 Millionen Mark aus Landesmitteln sind die Investitionen der Brauerei Leikeim gefördert worden. Mit der neuen Klärtechnik werden die Brauereiabwässer jetzt direkt auf dem Betriebsgelände gereinigt. Bei der Einweihung der Abwasserkläranlage hob Schnappauf das besondere Umweltengagement des Familienbetriebs hervor. Die Traditionsbrauerei in bald fünfter Generation hat erst im letzten Jahr in eine Abfüllanlage für Bügelverschlussflaschen investiert und setzt damit auch in Zukunft klar auf Mehrweg.
Der Umweltminister verwies bei der Inbetriebnahme der neuen Anlagen auf die deutlich sichtbaren Erfolge der bayerischen Gewässerschutzpolitik. Die großen Fließgewässer haben heute überwiegend wieder die Gewässergüteklasse II erreicht. Während 1955 der Anteil der öffentlichen Abwasserentsorgung in Bayern nur bei 22 Prozent lag, sind heute in Oberfranken wie im Landesdurchschnitt rund 93 Prozent der Einwohner an kommunale Kläranlagen angeschlossen. Schnappauf drängt darauf, den Anschlussgrad bis 2005 auf insgesamt 96 Prozent zu steigern. Im laufenden Förderprogramm für die Wasserver- und die Abwasserentsorgung hat der Freistaat die Rekordfördersumme von 920 Millionen Mark bereitgestellt. Dabei stehen die Nachrüstung bestehender Kläranlagen, die Sanierung von Kanalnetzen und der Bau von Regenrückhaltebecken ganz oben auf dem Programm.
(Weitere Informationen: http://www.umweltministerium.bayern.de/bereiche/abfall/index.htm)