Vorrang für Spitzahorn, Hainbuche und Eberesche
Bayerns Umweltministerium empfiehlt Bepflanzungen mit einheimischen Gehölzen
(München) Heimische Pflanzen sollten bei Pflanzungen in Gärten, Grünanlagen, Parken oder in der freien Landschaft grundsätzlich vorgezogen werden. Diese Empfehlung gibt das bayerische Umweltministerium an alle öffentlichen Verwaltungen, staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen und natürlich auch an private Gartenbesitzer. Einheimische Gehölze und Sträucher sind wesentlich besser an das hiesige Klima gewöhnt, sind robuster und damit weniger empfindlich für Pflanzenerkrankungen.
Ziel ist es dabei auch, regionaltypische Pflanzen zu fördern. Kreuzungen zwischen einheimischen Pflanzen und eingeführten Pflanzen sollen dadurch reduziert werden, denn durch das Einkreuzen nicht heimischer Pflanzen kann das genetische Potential der bodenständigen Pflanzen verloren gehen. Nachfolgende Pflanzengenerationen können damit z.B. weniger widerstandsfähig werden, blühen zu früh oder zum falschen Zeitpunkt. Dies führt zu ungünstigen Auswirkungen auf die Insekten- oder Vogelfauna. Negatives Beispiel, wie fremde Pflanzen sich in Bayern ausbreiten, ist derzeit die rasante Verbreitung des hochstämmigen Riesenbärenklaus oder des bunt blühenden Indischen Springkrautes, die aus Gartenanlagen in die freie Natur gelangt sind. Daher ist es Absicht des bayerischen Umweltministeriums, durch diese Empfehlung die heimische Artenvielfalt zu bewahren und zu erhalten.
Das Umweltministerium hat daher gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium und dem Innenministerium ein Merkblatt erarbeitet, das Auskunft über empfohlene heimische Gehölze und Sträucher gibt. Es wird in den nächsten Tagen an alle Kommunen und Behörden des Freistaates verteilt. Das Merkblatt kann auch als Grundlage für Ausschreibungen zur Bepflanzung von öffentlichen Grünanlagen oder in der Landschaft verwendet werden.
Auf Anfrage wird das Merkblatt vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz in 86179 Augsburg, Bürgermeister-Ulrich-Straße 160 (Tel. 0821/9071-0 oder Fax: 0821/9071-5556) auch an Bürgerinnen und Bürger, Vereine und interessierte Gruppen zugesandt. Auf den Internet-Seiten des Umweltministeriums ist es auch unter http://www.umweltministerium.bayern.de/bereiche/natur/natur.htm abrufbar.
(Weitere Informationen: http://www.umweltministerium.bayern.de/bereiche/natur/natur.htm)