Sieben Millionen Mark für wertvolle Naturräume mit seltenen Tieren und Pflanzen

Sieben Millionen Mark für wertvolle Naturräume mit seltenen Tieren und Pflanzen
Umweltminister Schnappauf: Fortsetzung der erfolgreichen Naturschutzarbeit im Freistaat

(München) Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf gab als Vorsitzender des Stiftungsrates des Bayerischen Naturschutzfonds dieser Tage weitere sieben Millionen Mark für den Naturschutz in Bayern frei. Zahlreiche Projekte können damit erfolgreich fortgesetzt werden, z. B.:
die Bundesnaturschutzgroßprojekte Isarmündung im Landkreis Deggendorf und Regentalaue im Landkreis Cham. Sie werden mit 1,14 Millionen bzw. 300 000 Mark gefördert. Bei beiden Projekten werden die Mittel für den zusätzlichen Grunderwerb, biotopverbessernde Maßnahmen und die Überarbeitung von Pflege- und Entwicklungsplänen verwendet. Damit ist auch für den Bund die Sicherheit geschaffen, dass die anteiligen Finanzmittel der bayerischen Seite als Voraussetzung für den Bundeszuschuss bereitstehen.

Verlängert wird auch die Finanzierung der Betreuung des Ramsar-Gebiets Ammersee mit rund 290 000 Mark. Der Gebietsmanager hat sich seit 1997 als kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen des Vogel- und Biotopschutzes so im Dialog zwischen Anwohnern, Landnutzern und Ökologie bewährt. Mit der Förderung ist die Einrichtung bis Herbst 2004 gesichert.

Ca. 760 000 Mark werden bis 2004 aufgewendet, um wertvolle Sanddünenlandschaften im Biotopverbund-Projekt Abensberger Sandlebensräume im Landkreis Kelheim zu sichern. Die Gebiete beheimaten eine Vielzahl stark gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter Pflanzen- und Tierarten, wie zum Beispiel die Frühlings-Küchenschelle oder die Blauflügelige Sandschrecke.

Im ehemaligen Torfstichgebiet Langweidle im Landkreis Donau-Ries sind seltene Vogelarten wie das Blaukehlchen, die Rohrweihe und die Bekassine zuhause. Der Naturschutzfonds fördert mit rund 110 000 Mark die Vergrößerung des Schutzgebiets. Durch die benachbarten Niedermoore "Mertinger Höll" und "Osterried" sind die Flächen von überregionaler Bedeutung für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Weiter wachsen kann nach der positiven Entscheidung des Naturschutzfonds das Weihergebiet Parkstetten im Landkreis Straubing-Bogen. Zu ihm gehören Baggerseen, Auwälder, Wassergräben, Nasswiesen und Wiesenbrüterlebensräume. Die Förderung in Höhe von 160 000 Mark schafft die Voraussetzung, Interessen der Freizeitnutzung, der Fischerei und des Naturschutzes miteinander in Einklang zu bringen.

Das Heckengebiet Bergfeld bei Stadtsteinach im Landkreis Kulmbach ist Teil eines ausgedehnten Biotopverbunds von Trockenstandorten auf Muschelkalk entlang der "Fränkischen Linie" von Kronach über Kulmbach bis Bayreuth. Der Bayerische Naturschutzfonds unterstützt die Pflege und Öffentlichkeitsarbeit für die naturschutzfachlich wie kulturhistorisch in Bayern einmalige Heckenlandschaft mit rund 100 000 Mark.

(Weitere Informationen: http://www.umweltministerium.bayern.de/bereiche/natur/natur.htm)


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