Bayerisches Know-how für Moskauer Abfall
Umweltminister Schnappauf unterzeichnet Vereinbarung über Beratung beim Bau einer Siedlungsabfalldeponie
(München) Bayern unterstützt Moskau beim Bau einer modernen Mülldeponie und hilft bayerischen Firmen, in der Region Fuß zu fassen. Dies vereinbarte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf mit seinen Moskauer Kollegen Garankin, dem Minister für Ökologie, und Gornostaev, dem Minister für Bauwesen. "Von der bayerisch-russischen Zusammenarbeit profitieren Umweltschutz und bayerische Unternehmen zugleich", hob Umweltminister Schnappauf hervor. Gemeinsames Ziel ist es, hochwertige Technologie aus dem Freistaat für die Abfallentsorgung in der Region Moskau zu nutzen. Bayern kann dazu auf eine 30-jährige Erfahrung auf dem Gebiet des Deponiebaus zurückgreifen. Zum Auftakt der Kooperation, für die das bayerische Umweltministerium rund 250 000 Mark einsetzte, wurden deutsche und europäische Regelwerke ins Russische übersetzt. Mit der Unterstützung des Umweltministeriums und der Landesgewerbeanstalt Nürnberg erarbeitete die staatliche Bauuniversität Moskau in den letzten zwei Jahren russische Deponierichtlinien. Die Moskauer Seite hat für den geplanten Bau neuer Deponien bereits zwei Projektstandorte bestimmt. Jetzt müssen der Projektablauf geplant und Baufirmen ausgewählt werden. Dazu werden sich die russischen Ministerien und die Moskauer Bauuniversität bald wieder mit den Fachleuten aus Bayern an den Tisch setzen.