Müller:Bundesregierung muss sich jetzt endl. f. umfassendes Klonverbot einsetzen
- keine Vertagung der Verhandlungen
+++Bei der Vollversammlung der Uno muss die Bundesregierung sich jetzt endlich für ein internationales umfassendes Klonverbot einsetzen. "Obwohl der Bundestag der Regierung einen klaren Auftrag erteilt hat, windet sich die Bundesregierung nach wie vor, die klaren Forderungen des Parlaments auf internationaler Ebene zu erfüllen", kritisierte heute Bayerns Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller. Sie forderte Bundesaußenminister Joschka Fischer auf, jetzt endlich zusammen mit der Staatengruppe um USA, Spanien, Norwegen, Portugal und Costa Rica die Weiterführung von Verhandlungen über die Internationale Anti-Klonkonvention durchzusetzen. "Die Bundesregierung darf nicht schon wieder die Haltung des Bundestages missachten. Wenn Fischer nicht handelt, brüskiert er nicht nur schon wieder den Bundestag, sondern auch seine eigenen Parteigenossen. Lange können sich die Grünen das nicht mehr gefallen lassen", betonte Müller. Der Bundestag hatte sich im Januar überparteilich darauf geeinigt, dass sich Deutschland für ein schnelles, umfassendes Klonverbot einsetzen muss. +++
"Es gibt keinen Grund, reproduktives und therapeutisches Klonen unterschiedlich zu beurteilen", so Müller weiter. Auch das Klonen zu Forschungszwecken verstößt gegen die Würde, die den menschlichen Embryo von Beginn eines Bestehens an zukommt. Eine Einschränkung des Verbots allein auf reproduktives Klonen ist weder naturwissenschaftlich zu begründen noch ethisch zu verantworten.
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